Hispano-islamische Architektur: Merkmale und Epochen
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Hispano-islamische Architektur
In der muslimischen Kunst herrscht ein Bilderverbot (Anikonismus), da die Darstellung Gottes nicht vorstellbar ist. Dies führt zu einer Stilisierung und der bewussten Ablehnung des Naturalismus.
Wandlungsfähigkeit und Dekoration
Die Kunst muss in der Lage sein, die flüchtige und sich verändernde Natur widerzuspiegeln. Manchmal werden Lichteffekte verwendet, um das Aussehen muslimischer Gebäude zu verbessern. Dies gelingt durch keramische Dekorationen oder Jalousien. Eine weitere Methode ist die ständige Wiederholung dekorativer Elemente.
Die verwendeten Materialien sind:
- Gips
- Holz
- Ziegel
- Marmorstaub
Es gibt drei grundlegende Elemente der Dekoration: die Kalligrafie, florale Motive und geometrische Muster.
Aufbau und Elemente der Moschee
Die Moschee ist oft ein quadratisches Gebäude. Als Anspielung auf die Anordnung Mohammeds gegenüber seinen Jüngern bleibt in der Moschee der Mihrab, eine kleine Nische, leer. Ein weiteres Element ist das Minarett, von dem aus der Muezzin zum Gebet ruft. Die Minbar ist die Kanzel, von der aus der Imam das Freitagsgebet leitet. Die Maqsura ist ein Bereich vor dem Mihrab, der dem Kalifen vorbehalten ist.
Epochen der hispano-islamischen Kunst
Das römische und westgotische Hispanien verwandelte sich in Al-Andalus. Dies markiert die Blütezeit der andalusischen Kunst, beispielhaft vertreten durch den Goldturm (Torre del Oro), die Giralda und die Alhambra.
Kalifatskunst (Arte Califal)
Die Mezquita von Córdoba ist das wichtigste Gebäude der Kalifatszeit. Die erste Moschee wurde unter Abd ar-Rahman I. errichtet und bestand aus einem quadratischen Hof sowie elf Schiffen. Das wichtigste Merkmal ist das Stützsystem: Säulen im unteren Bereich und Pfeiler im oberen Bereich. Ein weiteres nennenswertes Werk ist der Palast Madinat al-Zahra (Medina Azahara), der von Abd ar-Rahman III. erbaut wurde.
Nasridische Kunst (Arte Nazarí)
Die Alhambra ist ein Palastkomplex mit zwei voneinander getrennten Bereichen: dem Generalife-Palast und dem befestigten Mauerring. Weitere bedeutende Werke sind der Partal-Palast, der Comares-Palast und die königlichen Bäder.
Mudéjar-Kunst (Arte Mudéjar)
Der Mudéjar-Stil ist der Ausdruck islamischer Kunst in christlichen Gebieten. Dabei wurden Materialien wie Stein, Gips und Keramikelemente verwendet. Die Mudéjar-Architektur festigte sich in Spanien ab dem 13. Jahrhundert und erlebte im 14. und 15. Jahrhundert ihr größtes Wachstum. Ein bekanntes Beispiel ist der Turm von San Martín in Teruel.