Historische Begriffe und Ereignisse des 20. Jahrhunderts

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Grundbegriffe des Imperialismus und Kolonialismus

  • Kolonialismus: Die Herrschaft über ein Land oder Gebiet durch eine fremde Macht.
  • Kolonialausbeutung: Die wirtschaftliche Nutzung der Kolonien zugunsten der jeweiligen Mutterländer.
  • Wirtschaftliche Gründe: Erschließung neuer Märkte und Rohstoffe zu niedrigen Kosten.
  • Demografische Gründe: Bewältigung des Bevölkerungsüberschusses in Europa durch Auswanderung.
  • Politische Gründe: Territoriale Expansion und militärischer Wettbewerb der europäischen Mächte im späten 19. Jahrhundert.
  • Ideologische Gründe: Konservativer Nationalismus und die Behauptung der Überlegenheit gegenüber anderen Völkern.

Antikolonialismus

Es entstanden antikoloniale Bewegungen, die die Brutalität der wirtschaftlichen Expansion anprangerten und das Selbstbestimmungsrecht der Völker verteidigten. Diese wurden maßgeblich von Intellektuellen, Gewerkschaftern und politischen Führern getragen.

Der Erste Weltkrieg (IGM)

Der Erste Weltkrieg war ein neuartiger Konflikt, geprägt durch den massiven Einsatz nationaler Armeen, moderner Technik und systematischer Propaganda.

  • Frieden von Brest-Litowsk (1918): Einseitiger Friedensschluss zwischen Russland und Deutschland, bei dem Russland Grenzregionen abtrat, um sich aus dem Krieg zurückzuziehen.
  • Kriegseintritt der USA: Nach der Blockade durch deutsche U-Boote und der Versenkung eines US-Schiffes trat die USA der Triple Entente bei.
  • Kriegsende: 1918 kapitulierte Österreich und bat um Frieden. In Deutschland führten Unzufriedenheit und Auflehnung zum Waffenstillstand am 11.11.1918 und zur Ausrufung der Republik.

Die Sowjetunion und der Stalinismus

  • Sowjetunion: Entstand aus der Organisation von Arbeitern, Bauern und Soldaten (Sowjets) während der Februar- und Oktoberrevolution. Ziel war eine Regierung der Bolschewiki.
  • Bürgerkrieg (1918–1921): Konflikt zwischen der Weißen Armee (Zaristen, privilegierte Schichten) und der Roten Armee (Bolschewiki unter Trotzki).
  • Gründung der UdSSR (1922): Bildung eines Bundesstaates, der faktisch durch die KPdSU als totalitäres System beherrscht wurde.
  • Gulag: Bezeichnung für die Arbeitslager im stalinistischen Sowjetregime zur Internierung von Dissidenten.
  • Stalinismus: Nach Lenins Tod 1924 setzte sich Stalin gegen Trotzki durch. Er etablierte den „Sozialismus in einem Land“ und unterdrückte politische Gegner (z. B. Ermordung Trotzkis 1940).

Wirtschaftspolitik: Der New Deal

Das „New Deal“-Programm umfasste wirtschaftliche und politische Reformen, die US-Präsident Franklin D. Roosevelt nach dem Börsenkrach von 1929 einleitete. Ziel war die wirtschaftliche Erholung und soziale Absicherung der Bevölkerung.

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