Historische Entwicklung und Konzepte der Sonderpädagogik

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T1. Historische Entwicklung der Sonderpädagogik

  • Pinel (1745): Abhandlung über Wahnsinn.
  • Esquirol (1782): Differenzierung zwischen psychischen Erkrankungen und geistiger Retardierung.
  • Itard (1774): Arbeit mit tauben Menschen als Vorläufer.
  • Seguin (1812): Anwendung der Arbeit in der Bildung.
  • Binet und Simon: Anwendung metrischer Skalen der Intelligenz.
  • Montessori und Decroly: Bereich der Lehre und Schulorganisation.
  • 40er-50er Jahre: Zunehmende Trennung von Menschen mit Behinderungen.
  • 50er-60er Jahre: Fokus auf die Integration.
  • Normalisierung: Gleiche Rechte und Chancen.
  • Mikkelsen: Standardisierung als Ziel und Methode der Integration.
  • Nirje (1969): Priorität des sozialen Umfelds.
  • Wolfensberger (1972): Soziale Integration als Folge der Normalisierung.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: LISMI (1982), LODE (1985), LOGSE (1990), LOPEG (1995) sowie Gesetze zur Betreuung von Menschen mit Behinderungen.

T2. Sonderpädagogischer Förderbedarf (SEN)

SEN beschreibt die Art der pädagogischen Unterstützung, die ein Mensch benötigt. Brennan (1988) betont, dass Mängel das Lernen beeinflussen. Marchesi und Martin (1992) definieren Störungen als Schwierigkeiten, die von Fachleuten erfahren werden.

  • Integration: Fokus auf Vielfalt, Planung, Entwicklung und Bewertung.
  • Hindernisse: Hierarchische Organisation, mangelnde Zusammenarbeit, Finanzierungsprobleme und starre individuelle Ausbildung.

T3. Pädagogische Modelle

Behaviorismus

Fokus auf Prozess-Produkt-Forschung, fachliche Kompetenz und operative Ziele. Der Schüler agiert als Informations-Empfänger (Thorndike, Pavlov, Watson, Skinner).

Kognitive Fähigkeiten

Fokus auf den EA-Prozess (Erziehung/Ausbildung). Der Lehrer agiert als reflektierender Profi (Aussubel, Bruner, Piaget).

Ökologischer Ansatz

Kontext-Modell mit Fokus auf die Umwelt und qualitative Bewertung (Vygotsky, Hamilton, Shulman).

T4. Lernstörungen und Sprachstörungen

  • Dyslexie: Lesestörung.
  • Aphasie: Veränderung der Sprache.
  • Agnosie: Verwirrung bei der Form von Buchstaben.
  • Disortografie: Sprachspezifische Störung des Schreibens.
  • Dyskalkulie: Lernstörung im Bereich der Berechnung.

T5. Stufen der pädagogischen Anpassung

  1. Administration: DCB (Lehrplan).
  2. Bildungsanlagen: Computergestützte Unterstützung.
  3. Berufliche Ebene: PA (Pädagogische Anpassung).
  4. ACIS: Individuelle Anpassungen.

Konstruktivismus (Vygotsky): Aufbau von Verbindungen zwischen neuem Wissen und vorhandenem Wissen. Förderung multipler Intelligenzen (sprachlich, logisch-mathematisch, musikalisch, räumlich, psychomotorisch, inter- und intrapersonal).

T6. Anpassung von Lehrplänen (DCB, PCC, PA)

Rodriguez (1992): Ansatz von unten nach oben (Materialien, Strategien, Rhythmus).
MEC: Ansatz von oben nach unten (DCB, PCC, PA).
ACI (Ruiz i Bel, 1988): Individuelle Anpassungen bei Lernproblemen unter Berücksichtigung methodischer Änderungen und fachlicher Koordination.

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