Hochkulturen Amerikas: Maya, Azteken, Inka und Chibcha

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Maya: Politik, Gesellschaft und Wirtschaft

Die Maya siedelten zwischen der Region Chiapas und der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Die Bevölkerung war in autonomen Städten organisiert, die von einem erblichen Monarchen, dem sogenannten Halach Uinic, regiert wurden.

Wirtschaft und Sozialstruktur

Die wirtschaftliche Haupttätigkeit der Maya war die kommunale Landwirtschaft. Bauern bewirtschafteten gemeinsam Flächen, um Grundnahrungsmittel wie Mais, Maniok und Kakao mit primitiven Methoden anzubauen.

Die soziale Organisation basierte auf Kastensystemen. An der Spitze stand die königliche Familie. Wissenschaftliche Studien waren den Priestern vorbehalten, die Fortschritte in Mathematik und Astrologie erzielten und den Sonnenkalender mit 365 Tagen verwalteten.

Azteken: Politik, Gesellschaft und Kultur

Die Azteken siedelten im Zentrum des mexikanischen Gebiets um den Texcoco-See, wo sie im 14. Jahrhundert die Stadt Tenochtitlán gründeten.

Wirtschaft und soziale Struktur

Die Wirtschaft basierte auf dem Anbau von Mais, Baumwolle, Tabak und Maguey, aus dessen Saft das Getränk Pulque gewonnen wurde. Die Landwirtschaft war hochentwickelt, unter anderem durch den Bau von Terrassen.

Die aztekische Gesellschaft war in Familienclans, sogenannte Calpulli, gegliedert, deren Mitglieder von gemeinsamen Vorfahren abstammten. Die herrschende Schicht bestand aus Kriegern und Priestern. Kulturell waren die Azteken polytheistisch.

Die Inka: Reich und Gesellschaft

Die Inka herrschten über das umfangreichste indigene Reich Amerikas. Ende des 11. Jahrhunderts wanderten sie von Zentralbolivien in den Norden Perus.

Soziales und Religion

Das Zentrum des Lebens war das Ayllu, eine soziale Gruppe, die einer Großfamilie glich. Jeder Ayllu besaß Ackerland und unterstand einem Häuptling, dem Sinchi.

Der Inka-Staat unterstützte die Religion, deren Hauptziele die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und die Heilung der Kranken waren. Viracocha war die höchste Gottheit und Schöpfer des Universums. Zudem verehrten sie die Sonne, Inti, den Schutzgott der königlichen Dynastie.

Kriegsführung und Wirtschaft

Die Inka entwickelten eine hochentwickelte Kriegskunst, die primär der Steigerung des Ansehens diente. Ihre Wirtschaft basierte auf der Landwirtschaft (insbesondere Kartoffeln in über 200 Sorten und Mais). Als Dünger wurde der Mist von Vikunjas und Lamas verwendet. Die Inka waren zudem für ihre bemerkenswerte Ingenieurskunst und ihr weit verzweigtes Straßennetz bekannt.

Die Chibcha

Gesellschaft und Religion

Die Gesellschaft der Chibcha basierte auf Clans, die sich zu Stämmen und schließlich zu Konföderationen zusammenschlossen (wichtigste: Bacatá/Bogotá und Hunza/Tunja). Die Religion war zentral; Lagunen dienten als heilige Stätten, an denen den Gottheiten Opfer aus Smaragden, Gold und Ton dargebracht wurden.

Wirtschaft, Bergbau und Handel

Die Landwirtschaft war die Haupttätigkeit. Neben Mais und Kartoffeln bauten sie eine Vielzahl an Früchten an. Chili diente als Gewürz, Koka wurde für religiöse Zwecke und zur Hungerstillung genutzt. Der Bergbau, insbesondere der Salzabbau in Nemocón und Zipaquirá, war eine tragende Säule der Wirtschaft. Die Chibcha waren zudem geschickte Weber und Händler, die regelmäßig Märkte in ihren Städten abhielten.

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