Der Humanismus im 14. Jahrhundert: Merkmale und Autoren
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Der Humanismus im 14. Jahrhundert
Der Humanismus im 14. Jahrhundert stellt eine langsame Entwicklung in der Kunst und Ideologie dar. Dieses ästhetische Modell löst die mittelalterlichen Strukturen ab und etabliert eine neue Sichtweise.
Charakteristika des Humanismus
- Wandel des Weltbildes: Übergang vom Theozentrismus (Gott im Zentrum) zum Anthropozentrismus (der Mensch im Zentrum).
- Das Universum steht im Dienste des Menschen; die Vernunft gewinnt die Oberhand.
- Die Künstler folgen der griechisch-lateinischen Tradition als maßgebliches Vorbild.
Bedeutende Denker und Definitionen
Nicolau d'Olwer: Er definiert den Humanismus nicht nur als Projektion des Menschen, sondern als eine Sichtweise, die durch das menschliche Auge, die Intelligenz und vor allem durch das menschliche Herz und die Liebe geprägt ist.
Protagoras: Er prägte den Gedanken, dass der Mensch das Maß aller Dinge sei und somit die Fähigkeit besitze, seine Umwelt zu kontrollieren.
Menander: „Ich bin ein Mensch, und nichts Menschliches ist mir fremd.“ Er betont, dass alles, was dem Menschen widerfährt, von Bedeutung ist und man sich über nichts Menschliches wundern sollte.
Antoni Canals
Antoni Canals war ein Schriftsteller, der früh erkannte, dass sich die Zeiten geändert hatten. Seine Reden dienten nicht mehr nur der bloßen Moralisierung, sondern richteten sich an ein humanistisch geprägtes Publikum. Während die Religion auf Dogmen basiert, nutzte Canals Argumente klassischer Autoren, um Abweichungen zu erklären. Er versuchte, rationale Ansätze zu „christianisieren“ und kritisierte das Lesen provokanter Bücher, wobei er eine moralische Haltung beim Lesen forderte.
Bernat Metge
Bernat Metge gilt als der modernste Vertreter der Gruppe von Sekretären des königlichen Rats. Er nahm den Wandel der literarischen Sensibilität wahr und überwand die kulturellen Lasten des Mittelalters durch eine kritische Grundhaltung.
Wichtige Werke von Bernat Metge
- Fortuna i Prudència: Ein in Versen verfasstes Werk, das die Beziehung zwischen dem Menschen und der göttlichen Vorsehung in einer sich wandelnden Welt thematisiert.
- Sermó (Predigt): Eine Satire auf gute christliche Ratschläge, die trotz ihres Titels eher zynische als moralisierende Züge trägt.
- Griselda e Valter: Dieses Werk soll die Figur des Petrarca ehren und das Konzept der Beständigkeit hervorheben.
- Lo Somni (Der Traum): Sein bedeutendstes Werk. Metge schrieb es, um seine Unschuld nach einer Verfolgung durch Neider zu beweisen. Ein zentrales Merkmal ist der Skeptizismus. Im ersten Buch diskutiert der Autor mit König Johann I. über die Unsterblichkeit der Seele. Er nutzt philosophische Argumente, um seine Bekehrung und seine Rückkehr in die Kanzlei unter dem neuen König zu rechtfertigen. Das Werk zeichnet sich durch Ironie und malerische Elemente der Epoche aus.