Hygiene in der Pflege: Grundlagen und Hautveränderungen
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Hygiene und Sauberkeit
Konzepte zur Verhütung von Krankheiten und zur Erhaltung der Gesundheit.
Haltungs-Hygiene: Eine angemessene Haltung soll, um Verletzungen zu vermeiden, bei der täglichen Tätigkeit oder Arbeit gewahrt werden.
Arbeitshygiene: Die Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit am Arbeitsplatz.
Die Notwendigkeit der Hygiene als Grundversorgung
Virginia Henderson ordnete die Hygiene in die hygienischen Bedürfnisse der grundlegenden menschlichen Bedürfnisse ein. Maslow setzte die physiologischen Bedürfnisse sowie die Thermoregulation als Priorität; hierbei spielt die Haut eine wesentliche Rolle und muss in gutem Zustand gehalten werden.
Hygiene ist eine grundlegende und wichtige Tätigkeit, die in unseren Pflegeplan aufgenommen werden muss, wenn die Fähigkeiten des Patienten vermindert sind oder er die Autonomie zur Durchführung dieser Tätigkeiten verloren hat.
Physische Vorteile der Hygiene
- Hautzustand erhalten: Die Integrität bewahren, um Verletzungen oder Wunden zu vermeiden.
- Schutzmantel bewahren: Den Säureschutzmantel erhalten, um die Besiedlung durch ungewöhnliche Mikroorganismen zu verhindern.
- Zellregeneration: Erleichterung der Abschilferung abgestorbener Zellen (Peeling).
- Infektionsprävention: Infektionen vermeiden und Rückstände von Substanzen eliminieren.
- Beurteilung: Den Zustand der Hautfärbung sowie die Entwicklung von Geschwüren etc. bewerten.
- Gesundheitsförderung: Durch geeignete Wassertemperaturen, Massagetechniken und diverse Mobilisationen die Ruhe des Patienten fördern.
Psychologische Vorteile
Verbesserung des Selbstwertgefühls des Patienten und Vermeidung von schlechten Gerüchen. Es entsteht ein Wohlbefinden sowie eine verbesserte Beziehung und Kommunikation zwischen Patient und Pflegepersonal. Der Patient wird ermutigt, im Rahmen seiner Möglichkeiten an seiner Gesundheit mitzuwirken.
Technische Aspekte der Hygiene
Bevor eine Hygienetechnik angewendet wird, müssen wesentliche Aspekte beachtet werden:
- Die Art der Technik basierend auf der Abhängigkeit und den hygienischen Bedürfnissen des Patienten bewerten.
- Den aktuellen Gesundheitszustand kennen.
- Die Privatsphäre des Patienten wahren: Paravents verwenden, die Tür schließen, Materialien vorbereiten.
- Nur den Teil des Patienten aufdecken, an dem gerade gearbeitet wird.
- Auf eine geeignete Raumtemperatur, angemessene Seife sowie die sorgfältige Behandlung von Sonden und Infusionen achten.
Primäre Hautveränderungen
Vaskuläre Effekte und Flecken
- Erythem: Rötung der Haut vaskulären Ursprungs.
- Angiom: Eine Makula durch Ansammlung roter Blutgefäße in der Dermis.
- Teleangiektasie: Dauerhafte Gefäßerweiterung von Gefäßen (Gefäßspinnen).
- Purpura-Makula: Petechien (rote Punkte, nicht größer als 2 mm) und Ekchymosen (größere Flecken).
- Makula: Veränderung der Hautfarbe vaskulären Ursprungs.
Feste Hautveränderungen
- Papel: Erhabene Läsion, kleiner als 1 cm (Epidermis).
- Plaque: Ein Zusammenschluss mehrerer Papeln.
- Quaddel (Urtika): Kann die Epidermis und Dermis betreffen (Ausschlag).
- Knoten: Tiefer liegende Verletzung (Unterhaut, Lederhaut), protuberant, größer als 1 cm.
Flüssigkeitsgefüllte Hautveränderungen
- Bläschen (Vesikel): Flüssigkeitsgefüllte (wässrige) Erhebung, kleiner als 0,5 cm.
- Blase (Bulla): Größere Wasseransammlung, über 0,5 cm.
- Zyste: Mit Fett oder anderem Material gefüllter Hohlraum.
Sekundäre Hautveränderungen
Substanzverluste der Haut
- Erosion: Oberflächlicher Substanzverlust durch Kratzen, blutet nicht.
- Exkoriation: Kleine lineare Hautabschürfung durch Kratzen.
- Fissur: Linearer Hauteinriss.
- Ulkus: Tiefer Substanzverlust, der Dermis, Unterhaut, Muskeln, Blutgefäße oder Knochen betreffen kann.
Temporäre und permanente Veränderungen
- Schuppen: Fragmente, die von der Epidermis abgeleitet sind.
- Kruste: Erstarrtes Exsudat, das nach kurzer Zeit abfällt.
- Schorf (Eschara): Schwarze Membran infolge einer Nekrose.
- Narbe: Permanente Gewebsneubildung nach einer Verletzung.