Immanuel Kant: Einflüsse, Werk und die Aufklärung
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Einflüsse auf Immanuel Kant und sein Vermächtnis
Kant war ein bedeutender Philosoph der frühen Neuzeit, dessen Einfluss auf dem Gebiet der Philosophie bis heute schwer wiegt.
- Hume war von großer Bedeutung, insbesondere für seine psychologische Empirie bezüglich unserer Wissenswelt und der Erfahrung unseres Geistes. Dieser Philosoph ist deshalb so wichtig, weil er Kant aus seinem „dogmatischen Schlummer“ erweckte.
- Rousseau konzentrierte sich in seinen Studien auf das Glück, schlug eine Rückkehr zur Natur vor und präsentierte Bildung als grundlegendes Instrument für die Befreiung. In Bezug auf die Religion glaubte dieser französische Philosoph an die instinktive Erkenntnis Gottes.
- Wolff: In Kants Theorie der synthetischen Urteile a priori sieht man Einflüsse von Wolffs Elementen angeborener Ideen.
- Newton wurde als das neue wissenschaftliche Paradigma begriffen. Kant bezog sich auf Newtons Physik und Mathematik und setzte diese Theorien in den bereits erwähnten synthetischen Urteilen a priori in die Praxis um.
- Hegel wurde durch die Überzeugung beeinflusst, dass die Vernunft keine Grenzen kennt, was der Philosoph mit dem Unendlichen oder Gott verband.
- Marx war ein Philosoph, der großes Gewicht in der Arbeiterbewegung hatte; er übernahm die Vision von Freiheit und Kants kategorischen Imperativ.
- Schopenhauer übernahm die kantische Unterscheidung zwischen der phänomenalen Welt und dem „Ding an sich“.
Biografie und historischer Kontext Kants
Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg geboren, der Hauptstadt des Herzogtums Preußen, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1804 lebte. Er war Philosoph sowie Pädagoge, und seine Theorien sind im historischen Kontext der Moderne angesiedelt, insbesondere während des 18. Jahrhunderts, das am besten als Zeitalter der Aufklärung bekannt ist.
Gesellschaftlicher Wandel im 18. Jahrhundert
Was die Gesellschaft jener Zeit betrifft, so ist die Entstehung und Konsolidierung der Bourgeoisie hervorzuheben. Zu den Werten dieser neuen Gruppe gehörten Gleichheit und Freiheit. Mit der Zeit gewann sie kulturell, sozial und politisch an Bedeutung, bis sie schließlich begann, die Aristokratie zu ersetzen. Sie kämpfte für die Souveränität des Volkes und strebte danach, die absolute und autoritäre Monarchie der frühen Neuzeit zu beenden.
Wissenschaft, Religion und kulturelle Trends
Die historische Situation während der Lebenszeit des Philosophen war stark durch die Spaltung der Christenheit in Katholiken und Protestanten (geführt von Luther und Calvin) sowie durch wissenschaftliche Fortschritte gekennzeichnet. Die Ideen der Aufklärung liefen auf eine Rechtfertigung des Menschen und aller menschlichen Belange hinaus, während gleichzeitig versucht wurde, eine Welt zu erbauen, in der die Gedankenfreiheit siegt.
In der Wissenschaft, insbesondere in den Naturwissenschaften, galt Newton als Prototyp des Lernens, während im Bereich der Philosophie britische Denker wie Francis Bacon und Locke dominierten. Es gab zwei wesentliche philosophische und kulturelle Trends: Deismus und Neoklassizismus. Der Deismus war eine Theorie von Philosophen, welche die Existenz Gottes auf rationale Weise betrachteten. Zudem war der Neoklassizismus, wie der Name schon sagt, eine Rückkehr zur Klassik (Griechenland und Rom).