Immunreaktion, Nierenfunktion und Osmoregulation
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Die Immunreaktion
Ablauf der Immunreaktion: Eine Zelle mit Antigenen wird in Makrophagen (Riesenfresszellen) verdaut. T-Helferzellen aktivieren daraufhin die B-Zellen. B-Zellen differenzieren sich zu Plasmazellen und Gedächtniszellen. Die Plasmazellen bilden Antikörper, welche wiederum an Erreger binden und die Aufnahme durch Riesenfresszellen erleichtern.
Lymphozyten und ihre Funktionen
- T-Helferzellen: Haben den ersten Kontakt mit dem Antigen und senden über Zytokine Signale an andere Zellen.
- Zytotoxische T-Zellen: Schädigen und zerstören Pathogene mithilfe ihres T-Zell-Rezeptors.
- Gedächtniszellen: Erinnern sich an spezifische Antigene für eine schnellere Zweitinfektion.
Exkretion und Osmoregulation
Funktion der Nieren: Sie regulieren den Wassergehalt und helfen, den Wasser- und Salzhaushalt im Körper im Gleichgewicht zu halten.
Osmoregulation: Bezeichnet die Regulation des osmotischen Drucks der Körperflüssigkeiten eines Organismus.
Exkretion bei Insekten: Malpighische Gefäße
- Wandzellen der Malpighischen Gefäße nehmen Ammonium (NH₄⁺) aus der Hämolymphe auf.
- Innere Zellen der Malpighischen Gefäße wandeln NH₄⁺ in Harnsäure um.
- Natrium- (Na⁺) und Chlorid-Ionen (Cl⁻) werden durch aktiven Transport transportiert.
- Wasser wird passiv durch Osmose nachgezogen (Konzentrationsausgleich).
- Die Harnsäure vermischt sich im Lumen des Hinterdarms mit der halb verdauten Nahrung.
- Das Gemisch bewegt sich im Inneren der Malpighischen Gefäße in Richtung Rektum.
- Wandzellen des Rektums transportieren Na⁺ und Cl⁻ mittels aktiven Transports (a. T.) aus dem inneren Rektum zurück in die Hämolymphe; Wasser wird passiv hinterhergezogen.
Aufbau und Funktion des Nephrons
Glomerulus und Primärfiltrat
Im Glomerulus findet die Ultrafiltration zur Produktion des Blutfiltrats (Primärfiltrat) statt:
- Gefäße: Vas afferens (Zuleitung) und Vas efferens (Ableitung).
- Kapillaren: Die Kapillarwände sind perforiert (fenestriert). An der Außenseite der Kapillarwände liegt die Basalmembran, die aus einem Gel aus Glykoproteinen besteht.
- Filtration: Größere Teilchen verbleiben im Blut, kleinere Partikel wandern in das Primärfiltrat.
- Bestandteile des Primärfiltrats: Enthält neben Harnstoff wichtige Stoffe wie Glukose, Wasser (H₂O) und Natrium (Na⁺).
- Wasser strömt osmotisch, Natrium wird aktiv transportiert; der Vorgang ist hypertonisch und benötigt Sauerstoff (O₂).
Henle-Schleife
Grundregel: Je länger die Henle-Schleife ist, desto stärker kann der Urin konzentriert werden.
Selektive Reabsorption im proximalen Tubulus
Im Urin ist normalerweise keine Glukose nachweisbar, da sie im proximalen Tubulus vollständig reabsorbiert wird:
- Zellstruktur des proximal gewundenen Tubulus: Die Wand des Nephrons besteht aus einer dünnen Zellschicht mit zahlreichen Mikrovilli in Richtung des Lumens (starke Oberflächenvergrößerung für die Absorption via aktivem Transport).
- Energiebedarf: Wandzellen besitzen viele Mitochondrien zur ATP-Produktion, welche für den aktiven Transport (a. T.) notwendig ist.
- Transportproteine: In der Membran befinden sich Protein-Pumpen, die nützliche Substanzen zurückholen.
- Wirkungsgrad: 100 % der Glukose und ca. 80 % des Natriums werden reabsorbiert.
Hormonelle Regulation des Wasserhaushalts
Bei Wassermangel läuft folgender Regelkreis ab:
- Wenig Wasser im Körper vorhanden.
- Die Hypophyse schüttet das Hormon ADH (Antidiuretisches Hormon) aus.
- Die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Wand des Sammelrohrs steigt.
- Wasser wird verstärkt durch Osmose reabsorbiert.
- Es wird folglich nur wenig, stark konzentrierter Urin produziert.