Imperialismus und die Zweite Industrielle Revolution
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,59 KB
Imperialismus und koloniale Expansion ab 1870
Seit 1870 begann für die großen Weltmächte eine neue koloniale Expansion, die als Imperialismus bekannt ist. Der Kolonialismus zielte auf die Eroberung und wirtschaftliche Ausbeutung von Afrika, Asien und dem pazifischen Raum ab.
Ursachen des Imperialismus
- Politik und Strategie: Der Besitz von Kolonien wurde zum Maßstab, um die Größe und Macht der Länder zu messen.
- Demografie: Die Kolonien waren dazu vorgesehen, den Bevölkerungsüberschuss der Heimatländer (nationale Demografie) aufzunehmen.
- Wirtschaftliche Vorteile: Die Erhöhung der Produktion während der Zweiten Industriellen Revolution verursachte die Notwendigkeit für industrielle Rohstoffe und neue Märkte.
- Ideologie: Man wandte die Gesetze von Darwin (Sozialdarwinismus) egoistisch an, um die Überlegenheit der „weißen Rasse“ zu verkünden.
Die Formen der Kolonialherrschaft
- Konzessionen (Ermäßigungen): Hierbei wurden wirtschaftliche Vorteile in unabhängigen Ländern wie China gewonnen.
- Das Protektorat: Die einheimische Regierung (indigen) blieb im Land bestehen, wurde jedoch zum Schutz vor anderen Ländern unterstellt und in der Außenpolitik kontrolliert.
- Die Kolonien: Diese Gebiete standen unter der vollständigen Hoheit der Kolonialmacht und konnten als Siedlungskolonien oder landwirtschaftliche Betriebe (Ausbeutungskolonien) genutzt werden.
Die Expansion der Imperien
Der Wettlauf um Afrika sowie die Expansion in Asien und Ozeanien prägten diese Ära maßgeblich.
Folgen des Kolonialismus für die Gesellschaft
Die Auswirkungen auf die betroffenen Gesellschaften (wie z. B. in Indien) waren vielfältig:
- Politisch: Die lokalen Regierungen wurden abgesetzt oder einer ausländischen Kontrolle unterzogen.
- Demografisch: Die Sterblichkeit sank aufgrund medizinischer und hygienischer Fortschritte (progresos).
- Wirtschaftlich: Die einheimische Bevölkerung wurde gezwungen, zugunsten der Kolonialmächte zu arbeiten.
- Sozial: Es wurde eine Gesellschaft etabliert, die durch einen scharfen Kontrast zwischen der einheimischen Bevölkerung und der herrschenden ausländischen Minderheit gekennzeichnet war.
- Kulturell: Sprachen, Kulturen und Naturreligionen wurden durch ausländische Einflüsse verdrängt.
Die Folgen für die Metropolen
Für die Menschen in den Mutterländern (Metropolen) brachte der Kolonialismus globale Überlegenheit, politische Macht und Reichtum. Zudem förderte er die Industrialisierung und die Kenntnis anderer Kulturen.
Die Zweite Industrielle Revolution
Methoden und Organisation der Arbeit
In dieser Epoche änderten sich die angewandten Methoden sowie die Organisation der Arbeit grundlegend.
Fortschritte in der wirtschaftlichen Aktivität
- Landwirtschaft: Es kam zu erheblichen landwirtschaftlichen Verbesserungen.
- Verkehr und Kommunikation: Ausbau der Transportmittel, der Transport-Infrastruktur und der Kommunikationswege.
- Handel: Die Erweiterung des Binnen- und Außenhandels (Interior und Exterior).
- Kapitalismus: Die Entwicklung eines groß angelegten Kapitalismus durch Unternehmenskonzentration sowie Finanz- und Bankenkonzentration.