Imperialismus und Kolonialismus: Ursachen und Folgen

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Definitionen: Imperialismus und Kolonialismus

Imperialismus: Die Ausweitung des eigenen Hoheitsgebiets oder Einflusses auf fremde Gebiete, um andere Länder zu beherrschen und eine Einheit zu bilden. Im 19. Jahrhundert strebten europäische Mächte, Japan und die USA danach, die Welt zu beherrschen. Die Entwicklung begann bereits im 15. Jahrhundert, beschleunigte sich jedoch im 19. Jahrhundert durch die zunehmende Globalisierung. Die Hochphase dauerte von 1870 bis 1914.

Kolonialismus: Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begannen westliche Länder mit der Weltherrschaft, die auf kultureller, politischer und wirtschaftlicher Machtausübung der europäischen Mächte in Asien und Afrika basierte.

Kolonialherrschaft: Eine Reihe von Gebieten unter der Herrschaft einer einzigen Hegemonialmacht, die oft als Metropole bezeichnet wird.

Ursachen des Imperialismus

  • Politisch: Stabilisierung der Grenzen Europas im 19. Jahrhundert, was zu politischem und militärischem Wettbewerb zwischen den Großmächten führte.
  • Ideologisch-kulturell: Die Überzeugung der eigenen kulturellen Überlegenheit gegenüber anderen Völkern.
  • Demografisch: Bevölkerungswachstum und Landflucht in die Städte, bedingt durch sinkende Sterblichkeitsraten.
  • Wirtschaftlich: Europäische Länder benötigten neue Märkte für ihre Produktion und den Zugang zu Rohstoffen zu günstigen Preisen.

Formen der Kolonialherrschaft

Siedlungskolonie: Kolonien, in denen Siedler ihre Lebensweise und ihren Reichtum etablierten. Weiße Menschen wanderten zeitweise ein, wie beispielsweise in Kanada.

Ausbeutungskolonie: Diese dienten primär der wirtschaftlichen Ausbeutung. Sie besaßen keine Selbstverwaltung; die Besitzer waren meist weiße Siedler, während die indigene Bevölkerung als Arbeitskraft eingesetzt wurde.

Protektorate: Gebiete, die ihre eigene staatliche Organisation und indigene Regierungen beibehielten, aber unter dem Schutz bzw. der Kontrolle einer Kolonialmacht standen.

Gründe für den Ersten Weltkrieg

Die Hauptursachen waren die Rivalität zwischen den Kolonialmächten, nationalistische Bestrebungen sowie der Balkan-Konflikt (verschiedene Völker unter dem Osmanischen Reich kämpften um ihre Unabhängigkeit).

Bündnissysteme

  • Dreibund: 1882 zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien unterzeichnet.
  • Triple Entente: 1907 zwischen Frankreich, Russland und Großbritannien geschlossen.

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