Imperialismus und der Erste Weltkrieg: Ursachen und Folgen
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Imperialismus und der Weg zum Ersten Weltkrieg
Imperialismus: Ein historisches Phänomen, das sich vor allem zwischen 1875 und 1914 entwickelte. Es basiert darauf, dass eine Reihe von europäischen Ländern, Japan und die USA andere Gebiete in Afrika, Asien und Amerika kolonialisierten.
Protektionismus: Dies bezeichnet die Erhöhung der Zölle für Produkte aus anderen Ländern, um den eigenen Markt zu schützen.
Ursachen des Imperialismus
- Wirtschaft: Verkauf von Aktien in den Kolonien, Nutzung des investierten Kapitals sowie der Einsatz billigerer Arbeitskräfte und Rohstoffe.
- Politik: Um als bedeutende Macht zu gelten, musste ein Land Kolonien besitzen.
- Strategie: Beschlagnahmung und Sicherung von Gebieten in der Nähe strategisch wichtiger Küstenregionen.
- Demografie: Die Kolonien dienten als Ventil für die überschüssige Bevölkerung in den Heimatländern.
- Kultur: Der Drang, andere Gebiete im kulturellen Bereich zu „zivilisieren“ und zu missionieren.
Der Bewaffnete Friede (1871–1914)
Dies war eine Stufe der europäischen Geschichte, die im Jahr 1871 (Deutsche Einigung) begann und 1914 mit dem Ersten Weltkrieg endete. In dieser Zeit gab es keine direkten Kriege zwischen den Großmächten, aber die Spannungen führten dazu, dass die Mächte massiv aufrüsteten.
Ursachen der Spannungen
- Die imperiale Expansion.
- Die Folgen des Deutsch-Französischen Krieges.
- Die instabile Situation auf dem Balkan.
Bündnissysteme
- Dreibund: Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien.
- Triple Entente: Russland, Frankreich und Großbritannien.
Ursachen und Auslöser des Ersten Weltkriegs
Wirtschaftliche Ursachen: Deutschland entwickelte sich zu einer bedeutenden Macht und wurde somit zu einer Bedrohung für Frankreich und Großbritannien. Die imperialistischen Rivalitäten spalteten Europa in zwei feindliche Blöcke, wobei besonders die Rivalität zwischen Deutschland und Frankreich hervorstach.
Der Auslöser des Krieges
Der Trigger war die Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajevo durch einen Serben. Österreich beschuldigte Serbien, Waffen und Geld an bosnische Terroristen geliefert zu haben, und erklärte den Krieg. Die bestehenden Allianzen sorgten dafür, dass sich der Krieg über ganz Europa ausbreitete.
Die Kriegsparteien
- Mittelmächte: Österreich-Ungarn und Deutschland.
- Triple Entente: Großbritannien, Frankreich, Russland und später die USA.
- Neutrale Staaten: Spanien und die nordischen Länder.
Phasen des Krieges (1914–1918)
- Bewegungskrieg: Um nicht an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen zu müssen, wollte Deutschland Frankreich durch einen Angriff über Belgien von hinten überraschen. Doch Großbritannien trat in den Krieg ein und stoppte den deutschen Vormarsch.
- Zermürbungskrieg (Stellungskrieg): Die zwei Fronten stabilisierten sich und beide Seiten bauten große Schützengräben. Es kam zu einem Patt, das massive Verluste auf beiden Seiten forderte.
- Das Ende des Krieges: Im Jahr 1917 zog sich Russland aufgrund einer internen Revolution aus dem Krieg zurück. Die USA traten aufseiten der Alliierten in den Krieg ein, da mehrere ihrer Schiffe versenkt worden waren und sie wirtschaftliche Interessen in Frankreich und Großbritannien hatten.
Der Vertrag von Versailles (1919)
Im Jahr 1919 trafen sich die Vertreter der Siegermächte in Versailles: Wilson (USA), Clemenceau (Frankreich) und Lloyd George (Großbritannien). Wilson schlug seine „14 Punkte“ vor, um einen langen und dauerhaften Frieden zu sichern. Deutschland wurden jedoch harte Bedingungen auferlegt:
- Territorial: Die Kolonien wurden aufgeteilt, Elsass und Lothringen fielen zurück an Frankreich und Polen wurde als Staat wiederhergestellt.
- Militärisch: Deutschland war gezwungen, die Wehrpflicht abzuschaffen; die Armee wurde auf 100.000 Mann begrenzt.
- Wirtschaftlich: Das Land musste enorme Geldsummen zahlen, um die Verluste der Verbündeten zu kompensieren.