Impressionismus, Minimalismus und Strawinsky: Musikepochen

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Impressionismus

Paris war während der Dritten Republik die europäische Kulturhauptstadt. Der Impressionismus ist vor allem in der Malerei verankert. Die Künstler dieser Epoche waren antiromantisch eingestellt. Der Impressionismus steht im Gegensatz zum Realismus: Um die Realität zu verstehen, müssen wir sie aufbrechen. Dies geschieht durch die Zerlegung in Farben oder in der Musik durch Ganztonleitern. In der Poesie suchen wir die „Farbe“ der Worte und die Symbolik. Es ist die Kunst des Flüchtigen, die auf Eindrücken basiert.

Alles begann im Jahr 1872, als Claude Monet der Bewegung mit seinem Werk „Impression, Sonnenaufgang“ ihren Namen gab. Der musikalische Impressionismus zeichnet sich durch die Suche nach neuen Klangfarben, Effekten und der Nebeneinanderstellung von Klangebenen aus.

Minimalismus

In der Musikwelt wird der Begriff Minimalismus auf Werke angewendet, die folgende Merkmale aufweisen:

  • Wiederholung kurzer musikalischer Phrasen mit minimalen Variationen über einen langen Zeitraum.
  • Stasis (langsame Bewegung, Stillstand), oft in Form von Drones und langen Tönen.
  • Schwerpunkt auf tonaler Harmonik.
  • Ein konstanter Puls.

Die erste Komposition, die als minimalistisches Werk gilt, ist „In C“ (1964) von Terry Riley, gefolgt von Werken von Steve Reich und Philip Glass. Die minimalistische Musik ähnelt in ihrer Textur teilweise der elektronischen Musik oder Kompositionen von György Ligeti.

Igor Strawinsky

Das Schaffen von Strawinsky lässt sich in sechs Stilepochen unterteilen:

  1. Primitive oder russische Periode (1900–1909): Erste Werke, beeinflusst von Rimski-Korsakow.
  2. Periode der großen Ballette: Beginnend mit den drei Diaghilew-Balletten. Diese basieren auf russischer Folklore und nutzen große Orchester. Dazu gehören „Der Feuervogel“ und „Petruschka“.
  3. Asketische Periode: Werke wie „Renard“, „Die Geschichte vom Soldaten“ und „Les Noces“. Rückkehr zur Einfachheit ohne Verlust der Moderne.
  4. Neoklassische Periode: Kompositionen wie „Pulcinella“ und das Oktett für Blasinstrumente. Rückbesinnung auf die klassische Musik von Mozart, Bach und Pergolesi.
  5. Serialistische Periode: Nach Schönbergs Tod begann Strawinsky, die Zwölftontechnik zu nutzen, beginnend mit kleinen Chorwerken bis hin zu größeren Stücken wie dem Ballett „Agon“.
  6. Mystisch-religiöse Periode: In dieser Zeit komponierte er unter anderem ein Requiem.

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