Impressionismus und Post-Impressionismus: Kunstgeschichte

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Die Malerei des späten 19. Jahrhunderts: Impressionismus

Einführung

Ab den 1870er Jahren kam es zu einem tiefgreifenden Wandel, der alle künstlerischen und gesellschaftlichen Ebenen betraf. Das Scheitern der Pariser Kommune führte zu einer Waffenruhe, in der die industrielle und finanzielle Bourgeoisie ihren Höhepunkt erreichte. Die vorangegangenen revolutionären Episoden zwangen die Behörden jedoch zur Umsetzung von Reformprogrammen, wie etwa der Sozialversicherung und der obligatorischen, kostenlosen Grundschulbildung. Infolgedessen verbreitete sich die illustrierte Presse, und Kulturveranstaltungen entwickelten sich zu einem „Massenphänomen“.

Für das künstlerische Leben waren zwei Faktoren entscheidend:

  • Die Popularisierung der Fotografie: Die Entwicklung von lichtempfindlichen Filmen.
  • Die Ausbreitung von künstlichem Licht: Zuerst durch Gas, später durch Elektrizität.

Beide Aspekte betonten das Licht als strukturierendes Element der visuellen Wahrnehmung. Die Wirklichkeit wurde nicht mehr als etwas „Greifbares“ verstanden, sondern als etwas, das unter unterschiedlichen physikalischen Bedingungen vom Auge wahrgenommen wird. So entstand der Impressionismus als letzter großer Stil des 19. Jahrhunderts.

Der Vorläufer: Édouard Manet

Édouard Manet war der Sohn eines hohen Staatsbeamten und erhielt eine fundierte Ausbildung, um die Marineakademie zu besuchen. Nach seinem Scheitern dort beschloss er, sich der Malerei zu widmen. Er studierte die Maler von Barbizon, kopierte Werke von Tizian und Tintoretto und ließ sich vor allem von der spanischen Schule und den Realisten inspirieren.

Seine Werke wurden ab 1861 regelmäßig vom offiziellen Salon abgelehnt, was ihn zum Salon des Refusés (Salon der Abgelehnten) führte. Dort erlangte Manet Berühmtheit mit seinem Werk „Frühstück im Grünen“. Das Gemälde stieß aufgrund seiner Thematik und der formalen Behandlung – basierend auf großen, flachen Farbflächen, starken Kontrasten, lockerer Pinselführung und einer skizzenhaften Wirkung – auf heftigen Widerstand.

Im Jahr 1865 präsentierte er seine „Olympia“, die ebenfalls zurückgewiesen wurde. 1867 eröffnete er eine eigene Ausstellung, in der er Berthe Morisot kennenlernte, die sich den Impressionisten anschloss. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg festigte sich Manets Ruf, und er malte sogar gemeinsam mit den jungen Impressionisten. Manets Figur kann als Brücke zwischen dem Realismus und dem Impressionismus betrachtet werden.

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