Impressionismus vs. Post-Impressionismus

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Unterschiede: Impressionismus und Post-Impressionismus

Die große Neuerung des Impressionismus war der Anspruch auf eine Spezifität der bildhaften Sprache, die die Malerei auf eine ganz andere Ebene als die bloße Herstellung von Bildern stellte.

Die Herausforderung durch die Fotografie

Bedenken Sie, dass die Geburtsstunde der Fotografie in jenen Jahren ein Werkzeug zur Reproduktion der Wirklichkeit bereitgestellt hatte, das völlig natürlich wirkte. Die Fotografie fängt die optische Vision mit einer Treue und Geschwindigkeit ein, die kein Maler jemals erreichen könnte. Das Foto besetzte somit gewaltsam einen Bereich, für den die Malerei ursprünglich entstanden war: die Reproduktion der Wirklichkeit.

Sich mit der Fotografie im Bereich des Naturalismus zu messen, wäre ein aussichtsloses und nutzloses Unterfangen gewesen. Die Malerei benötigte eine andere „Spezifität“.

Die Technik der Impressionisten

Die Impressionisten malten im Freien mit einem schnellen Verfahren, das es ihnen erlaubte, das Werk innerhalb weniger Stunden zu vollenden (Pleinairmalerei). Sie wollten auf der Leinwand die Empfindungen und visuellen Wahrnehmungen reproduzieren, die ihnen die Landschaft zu verschiedenen Tageszeiten und unter bestimmten Lichtverhältnissen vermittelte.

Das Studium des realen Himmels, der Luft und des Wassers verdrängte die Arbeit in geschlossenen Ateliers, in denen Gemälde vollendet oder große Porträts angefertigt wurden; dennoch entstanden auch viele Porträts im Freien. Die Landschaft als Hintergrund ist nicht bloßes Beiwerk, sondern umgibt die Figuren. Gegenstände und Menschen werden mit den gleichen breiten und kräftigen Pinselstrichen behandelt.

Der Übergang zum Post-Impressionismus

Zum Post-Impressionismus zählen all jene künstlerischen Leitlinien, die sich in Frankreich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entwickelten. Der Post-Impressionismus ist eine Kunstrichtung, die über die Konzepte des Impressionismus hinausgeht, nur einige Merkmale beibehält und frühere Studien vertieft.

Diese künstlerische Bewegung versucht, den Wert künstlerischer Formen und Volumina wiederherzustellen und den Forschungsprozess persönlicher zu gestalten. Die post-impressionistischen Maler lehnen den rein visuellen Farbeindruck ab und wagen es, neue, noch unbeschrittene Wege zu gehen.

Merkmale und Abgrenzung

In post-impressionistischen Werken sind noch Elemente zu erkennen, die ihre Malerei an den Impressionismus binden, wie etwa:

  • Farbspuren und ein farbiger Duktus (nicht im absoluten Sinne verstanden)
  • Farben basierend auf Komplementärkontrasten
  • Daten aus der realen Beobachtung, Transparenz und realistische Elemente

Merkmale, durch die sie sich vom Impressionismus unterscheiden, sind:

  • Die Wiederherstellung der Konturlinie und des Designs
  • Die Rückkehr zur Verwendung von Braun und Schwarz
  • Die Zeichnung flächiger Farben und monochromer Hintergründe
  • Der Trend zur Linearität und die Vorliebe für Zweidimensionalität

Weitere gemeinsame Merkmale der Post-Impressionisten waren die Ablehnung des rein flüchtigen visuellen Eindrucks sowie die Tendenz, die Robustheit des Bildes, die Sicherheit und die Freiheit der Farbe zu prüfen. Die Bilder zeichnen sich durch ihre stimmungsvolle Wirkung aus. Dadurch kehren fantastische oder mythologische Themen zurück, und die Bilder verlieren ihren rein realistischen Charakter in Bezug auf Volumen, Raum und Farbe. Die Kunst dient dabei als Mittel der Reaktion gegen die Werte der bürgerlichen Gesellschaft des Jahrhunderts, wenn auch nicht immer bewusst.

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