Industrie und Energiequellen in Spanien: Ein Überblick
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Spanien: Industrie und Rohstoffe
Die spanische Industrie nutzt sowohl organische Rohstoffe als auch Mineralien.
- Bio-Rohstoffe: Diese stammen aus der Landwirtschaft, Viehzucht, Forstwirtschaft und Fischerei.
- Mineralische Rohstoffe: Ihre Bedeutung hat in der Vergangenheit aufgrund der Erschöpfung vieler Lagerstätten oder der gestiegenen Kosten für deren Ausbeutung abgenommen. Spanien produziert derzeit metallische Mineralien wie Eisen, Blei und Zink sowie nicht-metallische Mineralien. Besonders hervorzuheben sind Industriegesteine wie Kalk, Gips und Granit sowie mineralische Brennstoffe wie Kohle und Uran.
Energiequellen in Spanien
Traditionelle Energiequellen bilden die Grundlage des spanischen Energieverbrauchs.
- Kohle: Sie wird in 13 großen Becken abgebaut, wobei die Regionen Asturien, León und Palencia hervorzuheben sind. Dieser Industriezweig befindet sich aufgrund schwieriger Extraktionsbedingungen in einer Krise.
- Öl: Es ist die Hauptquelle des Energieverbrauchs.
- Erdgas: Es wird hauptsächlich aus Algerien, Nigeria und Libyen importiert.
- Wasserkraft und Kernenergie: Diese decken einen bedeutenden Teil des nationalen Bedarfs.
- Alternative Energien: Ihr Anteil an der Energieerzeugung und am Energieverbrauch in Spanien ist gestiegen, auch wenn ihre Nutzung noch gering ist. Häufig genutzt werden Windkraft, Biomasse und in kleinem Maßstab Solarenergie.
Merkmale der spanischen Industrie
Die aktuelle industrielle Tätigkeit weist einige Probleme auf, die durch eine Politik der industriellen Förderung korrigiert werden sollen:
- Erwerbstätige Bevölkerung: Die Zahl der Beschäftigten ist tendenziell rückläufig, bedingt durch den Niedergang traditioneller Industrien und die Nutzung technologischen Fortschritts.
- Technologie: Viele Branchen sind technologisch rückständig oder von ausländischer Technologie abhängig.
- Forschung und Entwicklung: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung liegen bei lediglich 1,13 % des BIP.
- Unternehmensstruktur: Die meisten Unternehmen sind kleine oder mittlere Betriebe, was ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland einschränkt.
Industrielle Branchen
Die spanische Industrie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Traditionelle Sektoren: Diese haben weiterhin ein hohes Gewicht. Dazu gehören die Stahlindustrie, Metallverarbeitung, Haushaltsgeräteherstellung, Schiffbau sowie die Textil-, Leder- und Schuhindustrie.
- Dynamische Sektoren: Diese werden durch die Automobil-, Chemie-, Lebensmittel- und Bauindustrie repräsentiert.
- High-Tech-Sektoren: Diese entwickelten sich aufgrund der externen Abhängigkeit von Forschung und Technologie sowie einer unzureichenden Vorbereitung der Arbeitskräfte nur verzögert.