Industriearten, Standortfaktoren und industrielle Transformation
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,76 KB
Industrie, Arbeitsbedingungen und Gewerkschaften
Der Arbeitstag neigt dazu, sich zu verkürzen; es wird das Recht der Gewerkschaften und das Streikrecht anerkannt. Arbeitnehmer erhalten außerdem Urlaub und sind gegen Arbeitslosigkeit und Krankheit geschützt.
Arbeitsbedingungen in unterentwickelten Ländern
In unterentwickelten Ländern gibt es lange Arbeitszeiten mit kurzen Pausen, unzureichende Einrichtungen, sehr niedrige Löhne und Arbeitnehmer verfügen häufig nicht über angemessene Rechte.
Produktionsmittel und Kapital
Das Produktionskapital besteht aus Rohstoffen, Energieträgern, Maschinen und Industrieanlagen sowie dem nötigen Geld, um diese Güter zu erwerben und die Arbeitnehmer zu bezahlen.
Unternehmenszusammenschlüsse
Bestreben, größeren Nutzen aus Unternehmenszusammenschlüssen zu ziehen:
- Vertikale Konzentration: Vereinigung von Industrien, die an verschiedenen Stufen der Verarbeitung eines Produkts beteiligt sind.
- Horizontale Fusion: Vereinigung von Unternehmen, die der gleichen industriellen Tätigkeit nachgehen.
Schwerindustrie und chemische Industrie
Schwerindustrie umfasst Branchen, die Rohstoffe in Zwischenprodukte verwandeln. Sie erfordern hohe Investitionen, große Mengen an Rohstoffen und Energie, sind sehr beständig und benötigen viel Platz. Metallurgische Industrien verarbeiten beispielsweise Aluminium und Kupfer.
Die chemische Schwerindustrie produziert Produkte entsprechend den aktuellen Anforderungen der Industrie; sie benötigt ebenfalls große Investitionen und qualifizierte Arbeitskräfte.
Investitionsgüter und Halbverarbeitete Produkte
Investitionsgüterindustrie: Halbverarbeitete Produkte werden in Waren und Fertigprodukte verwandelt.
Hochtechnologie- und Luftfahrtindustrie
High‑Tech‑Industrie umfasst Elektronik, Informatik, Elektrotechnik sowie Luft‑ und Raumfahrt.
Leichtindustrie und Beispiele
Leichtindustrie stellt Produkte für den direkten Verbrauch her. Sie verbraucht weniger Rohstoffe und Energie, ist sauberer, befindet sich oft in der Nähe von Städten und verlässlicher Kommunikationsinfrastruktur und ist in unterschiedlicher Größe vertreten.
Beispiele: Lebensmittel, Automobilindustrie, Feinchemikalien, Elektronik und Textilien.
Standortfaktoren der Industrie
Die Lage der Industrie in einem bestimmten Gebiet hängt von einer Reihe von Faktoren ab: Nähe zu Rohstoffen und Energieträgern, vorhandene Kunden sowie Verkehrs- und Kommunikationsnetze, Personal und das Vorhandensein anderer Industrien.
Räumliche Verteilung der Industrie
Schwerindustrien befinden sich meist in unmittelbarer Nähe zu Rohstoffen und Energiequellen und zu den Abnehmern ihrer Produkte. Leichtindustrien liegen eher in der Nähe der Verbrauchermärkte.
Zerstreute industrielle Räume: Einzelne isolierte Branchen.
Zusammengefasste industrielle Bereiche: Industriegebiete (Gewerbegebiete) in der städtischen Peripherie mit ausbaufähiger Infrastruktur für industrielle Tätigkeiten.
Technologieparks
Technologieparks sind Standorte mit hoher Umweltqualität, die auf Technologie- und Forschungseinrichtungen ausgerichtet sind.
Transformationen in den letzten Jahrzehnten
In den letzten Jahrzehnten hat die Industrie umfassende Transformationen erlebt: Recycling, neue Materialien und wesentliche Änderungen in der Produktion, Elektronik (Computer, Telekommunikation, Industrieautomation) sowie eine stärkere Bedeutung von Forschung und Entwicklung (F&E).
Innovation bedeutet die Umsetzung wissenschaftlicher und technologischer Forschungsergebnisse in die Praxis.