Industrielle Entwicklung in Amerika
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Industrielle Zentren in Lateinamerika
Mexiko: Die Industrie konzentriert sich auf die industrielle Achse zwischen Puebla, Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey, wobei sich die Schwerindustrie im Norden des Landes befindet.
Brasilien: Die Industrie konzentriert sich auf das Dreieck zwischen São Paulo, Belo Horizonte und Rio de Janeiro.
Argentinien: Industrien sind entlang des Río de la Plata und des Paraná-Flusses von Rosario bis La Plata angesiedelt. Ein weiteres industrielles Zentrum befindet sich in Córdoba.
Die übrigen lateinamerikanischen Länder konzentrieren ihre Industrien primär in den jeweiligen Hauptstädten. Ein besonderer Fall ist Venezuela, das seine Ölindustrie am Maracaibo-See betreibt.
Branchen-News
Industrielle Entwicklung in Nordamerika
Der Industrialisierungsprozess der USA begann zeitgleich mit Europa während der ersten industriellen Revolution im späten 18. Jahrhundert. Zu Beginn konzentrierte sich das Industriegebiet aus mehreren Gründen auf die Region um die Großen Seen und die Atlantikküste:
- Rohstoffnähe: Eisen aus dem Kanadischen Schild und Kohle aus den Appalachen.
- Ressourcennähe: Zugang zu natürlichen Wasserressourcen.
- Arbeitsmarkt: Nähe zu bevölkerungsreichen Städten für Arbeitskräfte und Absatzmärkte.
- Logistik: Nähe zu Häfen für den Export.
Bis in die 1970er Jahre entfielen 80 % der industriellen Arbeitskräfte auf diesen Sektor, da er die beiden Megalopolen ChiPitts und BosWash umfasste. Diese Region konzentrierte sowohl Schwer- als auch Leichtindustrie.
Im Jahr 1941 verlagerten die USA ihre Industrien an die Westküste, nachdem Japan durch den Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg eingetreten war. Zunächst wurden Nahrungsmittel- und Textilindustrien zur Versorgung der Soldaten aufgebaut, gefolgt von der Rüstungsindustrie für Flugzeuge, Schiffe, Panzer und Munition.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Kalte Krieg, der die Welt in zwei Blöcke teilte: die Kapitalisten unter Führung der USA und die Kommunisten unter Führung der UdSSR. In den 1960er Jahren sahen sich die USA mit zwei Fronten konfrontiert: Russland im Norden (nahe Alaska) und Kuba im Süden (nahe Florida).
Zu diesem Zeitpunkt war die Halbinsel Florida ein weitgehend unbewohntes Sumpfgebiet. Aufgrund der kommunistischen Bedrohung begann eine gezielte Erschließung:
- Zunächst wurden Vorteile für Rentner geschaffen (Wohnraum und Dienstleistungen).
- Es folgte der Ausbau von Resorts am Strand von Miami.
- Der Disney-Freizeitpark wurde in der Nähe von Orlando angesiedelt.
Seit den 1980er Jahren ist Florida ein bedeutendes touristisches Zentrum, in dem sich zudem die Luft- und Raumfahrtindustrie ansiedelte.
Ab den 1990er Jahren entstand das Silicon Valley in San José, das sich auf die Entwicklung von Mikrokomponenten für Computer spezialisierte. Silizium ist ein weltweit reichlich vorhandener Rohstoff. Zu den Unternehmen im Silicon Valley zählen unter anderem Microsoft, Linux und Apple. In den späten 90er Jahren widmete sich auch die Route 128 in Boston der Silizium-Industrie. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es in Miami einen Bezirk, der sich auf Internetdienste in spanischer Sprache konzentriert.