Die Industrielle Revolution (1780–1860)
Eingeordnet in Sozialwissenschaften
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,71 KB
Merkmale des Wandels
- Wandel von einer agrarischen Wirtschaft zu einer industrialisierten Gesellschaft.
- Technologische Fortschritte und Veränderungen in der Arbeitsorganisation.
- Die Industrialisierung schuf ein neues Produktionssystem des Kapitalismus.
- Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens.
Die landwirtschaftliche Revolution
Die demografischen Veränderungen und die landwirtschaftliche Revolution waren entscheidend für die Nahrungsmittelproduktion. Die drei wesentlichen Innovationen waren:
- Veränderungen in der Bodenbearbeitung.
- Einführung neuer Maschinen.
- Anpassung der Eigentümerstruktur.
Das Norfolk-System, das Getreideanbau mit Futterpflanzen kombinierte, ermöglichte es, die Brache zu ersetzen, da die Bodenfruchtbarkeit erhalten blieb. Die verbesserte Versorgung mit Lebensmitteln führte zu einem hohen Bevölkerungswachstum. Hungersnöte verschwanden, die Lebenserwartung stieg und die Sterblichkeitsrate sank.
Industrialisierung und Mechanisierung
Die Entwicklung der industriellen Produktion ersetzte den Individualismus durch das Fabriksystem, was zum Ruin vieler Handwerker führte. Die Mechanisierung begann in der Textilindustrie mit neuen Webstühlen und mechanischen Spinnmaschinen.
Die Rolle der Dampfmaschine
Die von James Watt patentierte Dampfmaschine wurde zum Symbol der Industriellen Revolution:
- Kohle: Der Brennstoff des 19. Jahrhunderts, der die Dampfmaschinen antrieb und eine unverzichtbare Rolle bei der Stahlproduktion spielte.
- Eisen: Wichtig für die Herstellung von Schiffen, Munition und Werkzeugen.
Transportrevolution
In England wurden Straßen und Kanäle für die Binnenschifffahrt verbessert. Die wahre Revolution im Transportwesen war jedoch die Eisenbahn. Stephenson erfand die Dampflokomotive, während Robert Fulton das erste Dampfschiff entwickelte.
Wirtschaftsliberalismus und Kapitalismus
Die Grundsätze des wirtschaftlichen Liberalismus wurden im 18. Jahrhundert von Adam Smith erarbeitet. Er befürwortete die Vorherrschaft des Individuums gegenüber organisierten Gruppen und betrachtete den Eigennutz als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Laut Smith reguliert sich der Markt durch eine „unsichtbare Hand“, die Preise über Angebot und Nachfrage anpasst.
Der Kapitalismus ist ein System, in dem die Produktionsmittel in Privatbesitz sind. Dieses Eigentum konzentriert sich auf die Bourgeoisie, während die Arbeiter lediglich über ihre Arbeitskraft verfügen. Das Ziel des Kapitalismus ist die Maximierung des individuellen Gewinns.