Industrielle Revolution und Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
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Faktoren der Industriellen Revolution
Interne Faktoren
- Technologie und Innovation: Die Technologie wurde zu einem wesentlichen Element der Industriellen Revolution. Wissenschaftliche Konzepte und Erfindungen wurden gezielt in Produktionsprozesse integriert. Dies gelang durch die Zusammenarbeit von Handwerkern und Ingenieuren, die praktische Anwendungen für wissenschaftliche Forschung suchten.
- Kapital und Unternehmertum: Kapital war für Investitionen in neue produktive Aktivitäten unerlässlich. Es war eng mit unternehmerischer Initiative, der Entwicklung von Landwirtschaft und Handel sowie dem aufstrebenden Bankensystem verknüpft. Ein dynamisches Unternehmertum war in England entscheidend, begünstigt durch eine gebildete Bevölkerung und ein positives gesellschaftliches Ansehen von Kaufleuten und Finanziers.
Externe Faktoren
- Landwirtschaftliche Revolution: Im 17. und 18. Jahrhundert führten technische Innovationen wie das Norfolk-System (Fruchtwechsel mit Leguminosen) und die Verbindung von Ackerbau und Viehzucht zu einer massiven Produktionssteigerung. Dies schuf Kapital, das in die Industrie reinvestiert wurde.
- Handel und Märkte: Die Produktion verlagerte sich vom reinen Lebensunterhalt hin zur Marktorientierung. Dies umfasste einen wachsenden Binnenmarkt mit moderner Infrastruktur (Kanäle, Mautstraßen, Eisenbahn) sowie einen expandierenden Außenmarkt, gestützt durch die britische Seemacht und koloniale Monopole.
- Demografische Revolution: Ein starkes Bevölkerungswachstum wurde durch verbesserte hygienische Bedingungen, weniger Kriege, den Rückgang epidemischer Krankheiten und eine sinkende Kindersterblichkeit begünstigt.
Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg
Der Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) war ein Konflikt zwischen den dreizehn britischen Kolonien in Nordamerika und dem Königreich Großbritannien. Er endete mit der britischen Niederlage in der Schlacht von Yorktown und dem Vertrag von Paris.
Während des Krieges unterstützten Frankreich (u. a. durch Rochambeau und Lafayette) und Spanien (Bernardo de Gálvez) die amerikanischen Revolutionäre. Die Kolonien schufen daraufhin das erste freie und demokratische politische System, basierend auf Idealen von Gleichheit und Freiheit.
Gesellschaftliche Struktur und Hintergründe
Die koloniale Gesellschaft unterschied sich von den starren europäischen Klassenstrukturen. In den südlichen Kolonien (Virginia, North Carolina, South Carolina und Georgia) war jedoch ein System der Sklaverei etabliert, das auf Tabak-, Baumwoll- und Zuckerplantagen basierte.
Der Krieg hatte seine Wurzeln im französisch-britischen Konflikt und den Folgen des Siebenjährigen Krieges (1763). Die unmittelbare Ursache war die ungerechte Behandlung der Siedler durch die britische Metropole: Sie mussten Steuern zahlen, hatten jedoch keine politische Vertretung.
Die US-Verfassung von 1787
Die von Thomas Jefferson verfasste Virginia Declaration of Rights legte die Grundsätze des Liberalismus fest, darunter Volkssouveränität, Gleichheit und individuelle Freiheiten wie das Privateigentum. Die daraus hervorgegangene Bill of Rights garantiert unter anderem:
- Freiheit der Rede und der Presse.
- Das Recht auf friedliche Versammlung.
- Schutz vor unangemessenen Durchsuchungen und Beschlagnahmen.
- Das Recht auf ein faires und öffentliches Verfahren vor einem unparteiischen Geschworenengericht.