Die Industrielle Revolution in Großbritannien

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Die Industrielle Revolution war eine Reihe von wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Großbritannien entstanden und zu einer Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft führten.

1.1 Die demografische Revolution

Mitte des 18. Jahrhunderts setzte in Europa ein Prozess des Bevölkerungswachstums ein. Die Einwohnerzahl stieg von 140 Millionen im Jahr 1750 über 187 Millionen im Jahr 1800 auf 266 Millionen im Jahr 1850. In Großbritannien verlief dieses Wachstum noch schneller; die Bevölkerung wuchs im Laufe des 18. Jahrhunderts von 5 auf 10 Millionen Einwohner.

Ursachen des Wachstums

  • Steigerung der Nahrungsmittelproduktion
  • Fortschritte in der Hygiene
  • Bessere medizinische Versorgung

Eine bessere Ernährung machte die Bevölkerung resistenter gegen Krankheiten, wodurch große Seuchen und Epidemien verschwanden.

Folgen der Entwicklung

Die Verminderung der Sterblichkeit und ein leichter Anstieg der Geburtenrate ermöglichten eine Erhöhung der Lebenserwartung von 38 Jahren auf 50 Jahre bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

1.2 Die Agrarrevolution

Das Bevölkerungswachstum führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Nahrungsmitteln und steigenden Agrarpreisen. Dies wurde durch zwei große Transformationen erreicht: die Privatisierung des Landes und neue Anbaumethoden.

Es wurden Gesetze verabschiedet, die das Ende der Grundherrschaft und des kommunalen Eigentums besiegelten; Land wurde in Privateigentum umgewandelt. Bei den Anbautechniken war die wichtigste Neuerung die Abschaffung der Brache und deren Ersatz durch Futterpflanzen. Die Einführung neuer Kulturen und die Ausweitung der Viehzucht ermöglichten der Bevölkerung eine reichhaltigere und vielfältigere Ernährung.

2.1 Maschinen und technologische Innovationen

Ein weiteres grundlegendes Element waren die ersten Maschinen, welche die technologische Innovation vorantrieben. Diese wurden anfangs durch Menschenkraft und später durch Wasserkraft betrieben. Die Energiequelle, die Produktion und Transportsysteme revolutionierte, war der Dampf. Die Dampfmaschine wurde im Jahr 1769 von James Watt erfunden und nutzte Kohle als Brennstoff.

Die Mechanisierung und die Einführung dieser neuen Kraftquelle förderten die Verbreitung des Fabriksystems. Die Fertigung basierte auf der Arbeitsteilung, was bedeutet, dass jeder Arbeiter nur einen kleinen Teil der Produktionskette übernimmt.

2.2 Die Textilindustrie

In Großbritannien war die Baumwollindustrie der erste mechanisierte Industriesektor. Im 18. Jahrhundert gab es einen bedeutenden Handel mit "Indiennes", einer gemusterten Baumwolle aus Indien. Die britische Regierung verbot deren Import und stimulierte so die heimische Produktion dieses Gewebes im Inneren des Landes. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, wurden Innovationen wie das fliegende Webschiffchen (1733), die Spinnmaschine und später der mechanische Webstuhl (1785) eingeführt.

2.3 Die Eisen- und Stahlindustrie

Dies war ein weiterer Pioniersektor der Industrie. Eine Erfindung, die eine höhere Produktion ermöglichte, war die Verwendung von Koks durch Abraham Darby im Jahr 1732. Später erfand Henry Bessemer einen Konverter, um Eisen effizient in Stahl zu verwandeln.

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