Die Industrielle Revolution: Phasen, Ursachen und Folgen
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Die Industrielle Revolution und ihre Entwicklung
I: Die Industrielle Revolution begann im 18. Jahrhundert und führte zum Aufbau von Industrie- und Fabrikkomplexen, neuen Kommunikationswegen und großen menschlichen Ballungsräumen.
I.1 Definition: Die Entwicklung basiert auf der Verwendung von Energiequellen, die einen anderen Ursprung als Mensch und Tier haben. Der Mensch entdeckte die Maschine und setzte diese in einer produktiven Verbindung ein.
Die vier Phasen der Industriellen Revolution
I.3 Phasen:
- Phase 1: Anwendung der Dampfkraft für Maschinen und Verkehr. Diese Phase war im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts abgeschlossen.
- Phase 2: Erweiterung der chemischen Industrie, Anwendung von Strom und die Entwicklung des Verbrennungsmotors. Strom und Öl wurden zu den neuen Energiequellen (Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg).
- Phase 3: Umfassende Entwicklung der elektrischen Energie und Entstehung der chemischen Industrie. Transatlantische Flüge und die Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg prägten diese Ära.
- Phase 4: Aktuelle Entwicklung in der Luftfahrt, Informatik, Elektronik und Telekommunikation.
Ursachen der Industrialisierung in Großbritannien
Ursachen in Großbritannien:
- Parlamentarische Monarchie (hohe Stabilität).
- Verbesserungen in der Landwirtschaft.
- Zunahme der Bevölkerung.
- Neue Technologien.
Klassifizierung der Industriezweige
II.1 Basisindustrie
Diese Prozesse benötigen Rohstoffe für Zwischenprodukte:
- Eisen- und Stahlindustrie: Transformation von Mineralien zu Metall.
- Metallurgie (Aluminium): Verwendet Bauxit als Ausgangsstoff. Erfordert viel billige elektrische Energie, weshalb sie vor allem in entwickelten Ländern angesiedelt ist.
- Schwere chemische Industrie: Schwefel- und Erzaufbereitung für Halbfertigprodukte. Erfordert hohe Investitionen und Fachpersonal.
II.2 Investitionsgüter- und Ausrüstungsindustrie
Verwendung von Rohstoffen, die bereits durch die Basisindustrie verarbeitet wurden, um Industriegüter für die weitere Produktion herzustellen. Die charakteristischsten Bereiche sind: Bauwesen (Immobilien) und Maschinenbau (Automobilindustrie).
II.3 Konsumgüterindustrie
Hier werden Güter für den direkten Gebrauch oder Verbrauch produziert. Dazu gehören: Textilien, Lebensmittel, Elektromechanik, Leichtchemie und das Verlagswesen.
Dynamik und Organisation der modernen Industrie
III.1 Technologische Verbreitung
In den letzten Jahrzehnten hat sich eine bedeutende technologische Verbreitung auf Basis neuer Technologien entwickelt (Mikroelektronik, Telefonie, Robotik, Gentechnik).
Konsequenzen:
- Senkung der Arbeitskosten durch Dezentralisierung der Arbeitskraft.
- Entstehung großer Industrieunternehmen.
- Lokaler industrieller Wandel.
Die industrielle Organisation ist an Kapital, Arbeit und Technik gebunden, wobei die Produktion für den Markt zur Erzielung von Gewinn bestimmt ist.
III.3 Industrielle Konzentration und Integration
- Vertikale Integration: Zusammenschluss verschiedener Firmen, die an einem Produktionsprozess beteiligt sind.
- Horizontale Integration: Zusammenschluss von verschiedenen Unternehmen der gleichen Tätigkeit.
Zwischencharakter:
- Trust: Mehrere Unternehmen unter einer Kontrolle zur Marktbeherrschung.
- Holding (Beteiligungsgesellschaft): Kapital zur Finanzierung, das ganz oder teilweise an verschiedenen Unternehmen beteiligt ist.
- Kartell: Vereinbarung mehrerer Firmen derselben Branche über Preise und Produktion.
Industrielle Standortfaktoren und Regionen
IIII.1 Standortfaktoren
a) Transportkosten: Abhängig von Entfernung und Art der Fahrzeuge für die Handelsware.
b) Markteinfluss: Einige Industriezweige liegen aufgrund ihrer Beschaffenheit in unmittelbarer Nähe zum Verbraucher (z. B. Milchverarbeitung).
IIII.2 Große Industrieregionen
- Benelux: Holland, Belgien, Luxemburg.
- Frankreich: Nord-Westen.
- Italien: Norditalien (Poebene, Mailand, Turin).
- Großbritannien (UK).
- USA: Nordosten, Chicago, Detroit, Atlantikküste, Pazifikküste (Kalifornien).
- Japan: In der Nähe von Hafenstädten.
- Asien: Früher geringe Industrie, heute führend durch billige Arbeitskräfte.
IIIII Industrielle Aktivität Mitte des 19. Jahrhunderts
Die Eisen- und Stahlindustrie basierte auf Eisengruben. Die Textilindustrie in Katalonien hat eine große historische Tradition in dieser Region.