Die dritte industrielle Revolution in Spanien

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Organisatorische Veränderungen und industrielle Entwicklung

Zwischen 1978 und 2008 wuchs die spanische Industrieproduktion um 64 %. Dies wurde durch eine intensive Erneuerung der Produktionsprozesse, eine Steigerung der Produktivität und einen gleichzeitigen Personalabbau erreicht. Die Industrie trägt heute über 27 % zum BIP bei, wobei regionale Gegensätze weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Auf die aktive Bevölkerung entfallen 30 %.

Wandel durch technologische Innovation

Die dritte industrielle Revolution basiert auf wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt. Sie umfasst die Entwicklung neuer Produkte, optimierte Herstellungsmethoden, moderne Organisations- und Managementstrukturen sowie innovative Marketingstrategien. Die Mikroelektronik (Chip-Herstellung) hat dabei grundlegende Veränderungen in der Produktion, der Struktur und dem Industriestandort ermöglicht.

Veränderungen in der industriellen Produktion

Die technologische Revolution förderte neue Industriezweige, darunter:

  • High-Tech-Telematik: IT und Telekommunikation
  • Robotik und Präzisionsinstrumente
  • Neue Materialien: Polymere und Legierungen
  • Moderne Verkehrsnetze: Luft- und Raumfahrt, Hochgeschwindigkeitsverkehr
  • Biotechnologie: Gentechnik, Laser und erneuerbare Energien

Anpassung der industriellen Struktur

Das Produktionssystem hat sich durch neue Technologien und eine Dezentralisierung hin zu einer flexiblen Produktion gewandelt:

  • Dezentralisierung: Aufteilung der Herstellung in einzelne Phasen und Verlagerung in spezialisierte, kleinere Anlagen.
  • Flexibilität: Herstellung kleiner Serien verschiedener Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen durch leicht umprogrammierbare, automatische Maschinen.
  • Unternehmensgröße: Wachstum von KMU und Rückgang der durchschnittlichen Fabrikgröße.

Beschäftigung und Outsourcing

Die Industrie ist heute stärker computerisiert und automatisiert. Dies erfordert von den Beschäftigten höhere Qualifikationen und eine Spezialisierung auf dienstleistungsnahe Aufgaben wie Forschung, Design, Management, Vertrieb, Werbung, Marketing und Kundendienst. Dies führt zu einem Prozess des Outsourcing in der Industrie.

Deregulierung des Arbeitsmarktes

Die Forderung nach Flexibilität hat den Arbeitsmarkt verändert. Die Anzahl der Arbeitnehmer mit stabiler Anstellung sinkt, während prekäre Beschäftigungsverhältnisse (befristete Verträge, Heimarbeit, Selbstregulierung) zunehmen.

Veränderungen des Industriestandorts

Neue Technologien ermöglichen einerseits die Verlagerung von Unternehmen zur Kostensenkung. Andererseits fördern sie die Konzentration von High-Tech-Branchen, Büros und Dienstleistungen in sogenannten Kerngebieten, die über die besten Ausrüstungen und Dienstleistungen verfügen.

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