Die Industrielle Revolution: Ursprung und Entwicklung

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Die Industrielle Revolution in Großbritannien

Seit 1780 vollzog sich parallel zu den politischen Revolutionen eine industrielle Revolution, die eine radikale Veränderung der Produktionsweise bedeutete. Sie bestand im Ersatz der manuellen Arbeit in kleinen Werkstätten durch maschinell durchgeführte Arbeiten in großen Fabriken.

Die industrielle Revolution war ein langsamer, aber stetiger Wandel, der neben der Industrie auch andere Wirtschaftsbereiche und alle gesellschaftlichen Gruppen betraf. Als Ergebnis dieses Prozesses wurden die aus vergangenen Jahrhunderten geerbten Strukturen durch ein neues ökonomisches Modell ersetzt: den Kapitalismus.

Der Ursprung der industriellen Revolution liegt in einigen Regionen Englands, auch wenn sie sich erst zwischen 1760 und 1780 festigte. Während des 19. Jahrhunderts breitete sich die Industrialisierung auf andere Gebiete aus und verbreitete sich ab 1830 in Belgien, Frankreich und Deutschland. In anderen europäischen Ländern blieb die Schaffung neuer Industrien auf bestimmte, hochlokalisierte Enklaven beschränkt. Außerhalb Europas breitete sie sich in den USA, Japan und Russland aus.

Ursachen der industriellen Revolution

In Großbritannien wurde die industrielle Revolution durch eine Reihe politischer, demografischer und wirtschaftlicher Faktoren angetrieben:

  • Politische Stabilität: Die politische Situation nach den Revolutionen des 17. Jahrhunderts versöhnte die Interessen des Landadels und des Bürgertums. Beide verabschiedeten Gesetze, die eine wirtschaftliche Entwicklung begünstigten.
  • Bevölkerungswachstum: Während des 18. Jahrhunderts führte eine verbesserte Ernährung und eine verringerte Sterblichkeit zu einer erhöhten Nachfrage nach Produkten und stellte Arbeitskräfte für die Industrie bereit.
  • Transport und Kommunikation: Verbesserungen im Transportwesen und in der Kommunikation förderten den Handel und begünstigten die Bildung eines Binnenmarktes.
  • Außenhandel: Die britische Kolonialmacht dominierte den Außenhandel, was der Industrie Kapital, Rohstoffe und Absatzmärkte für industrielle Produkte verschaffte.
  • Ressourcen: Die Verfügbarkeit von reichlich Energie und Bodenschätzen wie Kohle und Eisenerz begünstigte die britische industrielle Entwicklung.
  • Agrarreform: Die Umgestaltung der Landwirtschaft, angetrieben durch das Bevölkerungswachstum, stellte Arbeitskräfte für die Industrie bereit und ermöglichte Kapitalinvestitionen in die Gründung von Fabriken.

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