Die Industrielle Revolution: Ursprung und Fortschritt

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Die Ursprünge der Industriellen Revolution

Wirtschaftlicher Wandel vom 12. bis 17. Jahrhundert

Vom zwölften bis zum dreizehnten Jahrhundert erlebte Europa eine Erholung der Landwirtschaft und des Handels. Im vierzehnten Jahrhundert gab es eine Krise, welche die Feudalherren schwächte und dazu führte, dass Lohnarbeiter und Kleinbauern erschienen. Die Monarchen kämpften um die Macht der Feudalherren. Seit dem sechzehnten Jahrhundert wurde durch Plünderungen, Kriege und Handel Silber aus Peru verteilt. Die Monarchen mussten für ihre Ausgaben auf Bankiers zurückgreifen. Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert finanzierten Handelsbanken bürgerliche Nationen. Es herrschten weitgehend Papiergeld und Wechsel vor (ein Dokument, mit dem sich ein Unternehmen verpflichtet, jemandem zu einem bestimmten Datum eine Zahlung zu leisten).

Im siebzehnten Jahrhundert wurden Aktiengesellschaften gegründet. Der Staat half dabei, den Wettbewerb zu beseitigen und griff in den Kolonien ein, wenn das Unternehmen Verluste mit dem Gesellschaftsvermögen erlitten hatte. Der industrielle Kapitalismus entwickelte sich seit dem sechzehnten Jahrhundert. Es entstanden Händler, die Rohstoffe und Instrumente bereitstellten und als Vermittler zwischen dem Hersteller und dem Verbraucher fungierten. Die Bauern wurden zu Angestellten der Händler. Im siebzehnten Jahrhundert wurde mit Hilfe des Staates das Manufakturwesen etabliert, das durch Massenproduktion die Kosten senkte. Aufgrund dieser Änderung entstanden proletarische Arbeiter (Besitzlose, die ihre Arbeitskraft verkaufen).

Landwirtschaftliche Innovationen

Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert gab es in Holland und England Fortschritte in der Landwirtschaft. Die Holländer leiteten den Prozess der landwirtschaftlichen Erneuerung ein, um die Auszehrung des Bodens zu vermeiden. Es wurden Futterpflanzen eingeführt, um Tiere zu füttern. In England gab es drei Faktoren, die den Agrarsektor von „offen“ zu „geschlossen“ veränderten:

  • 1) Die Anwendung protektionistischer Zölle auf die Textilproduktion.
  • 2) Die erhöhten Kosten für Wolle.
  • 3) Die umfangreichen Investitionen der Bourgeoisie.

Die Innovationen von Jethro Tull spezialisierten sich auf Getreide- und Viehwirtschaft, die als Norfolk-System verbreitet wurden.

Der Aufstieg Großbritanniens

Faktoren des britischen Erfolgs

Die Industrielle Revolution in Großbritannien wurde begünstigt durch:

  • 1) Einen großen Binnenmarkt.
  • 2) Die Verbesserung der Straßen.
  • 3) Niedrige Transportpreise.
  • 4) Das Fehlen innerer Zölle.
  • 5) Die Entwicklung billiger Konsumgüter.

Der ausländische Markt hatte die Nachfrage für den inländischen Markt erhöht. England setzte protektionistische Maßnahmen gegenüber anderen Märkten durch kriegerische Eroberungen und Kolonialisierung um. Der Friede von Utrecht sicherte die maritime Hegemonie. Im Jahre 1651 verabschiedete das englische Parlament die Navigationsakte, die britischen Schiffen Vorrang im Überseehandel einräumte. Das Gesetz führte auch zum ersten Englisch-Niederländischen Krieg, der Holland zwang, das Protokoll zu akzeptieren.

Sozialer Wandel und Einhegung

Die englische Bevölkerung wuchs und städtische Zentren entwickelten sich. Aufgrund der gestiegenen Getreidepreise wurden Einhegungungsgesetze (Enclosure Acts) erlassen. Dies geschah neben technischen Innovationen. Die Regierung wollte England in einen Getreideproduzenten verwandeln, doch Kleinbauern konnten die Einhegung oft nicht finanzieren. Wegen dieser Innovationen verloren sie ihr Land und wanderten in die Städte ab.

Technologische Durchbrüche in der Textilindustrie

Im achtzehnten Jahrhundert wurden Maschinen in der Baumwollindustrie eingeführt. Die Branche wurde auch durch das Verbot der Einfuhr von Kattun unterstützt und hatte Vorteile gegenüber der Wollproduktion (Investitionen waren rentabler, die Nachfrage nach Rohstoffen stieg stetig). Die Mechanisierung der Produktion nahm zu, und die Rohstoffe kamen von Sklavenplantagen in Indien und den USA. Die Maschinen ersetzten die Arbeit der Handwerker durch technische Praktiken.

Die erste Neuerung wurde von John Kay im Jahre 1733 gemacht, gefolgt vom Patent der Spinning Jenny durch James Hargreaves im Jahr 1770. Richard Arkwright patentierte 1769 die Spinnmaschine, die Wasserkraft in der Nähe von Wasserfällen benötigte. Im Jahre 1779 verschmolz Samuel Crompton die beiden Letzteren, um feinere und glattere Fäden zu erhalten. Im Jahre 1785 begann man mit dem Einsatz von Dampfkraft in Mühlen. Die Dampfkraft ermöglichte die Entwicklung in den Städten, die zunehmend in Rauch gehüllt wurden. Dampf prägte auch maßgeblich den Bau der Eisenbahn.

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