Die Industrielle Revolution: Wandel, Technik und Gesellschaft
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Das Unternehmen und die industrielle Stadt
Während der industriellen Revolution veränderte sich das Landschaftsbild grundlegend. Städte wuchsen durch die Landflucht rasant und oft chaotisch, um Platz für Fabriken und Arbeiterwohnungen zu schaffen.
Stadtplanung und soziale Schichtung
Ab dem 19. Jahrhundert begann eine geplante Stadtentwicklung mit Kanalisation, Abwasserentsorgung und Beleuchtung. Es bildeten sich Stadtviertel, die nach sozialen Klassen gegliedert waren:
- Bürgertum: Siedelte sich bevorzugt in den städtischen Zentren an.
- Arbeiterschaft: Die Fabriken wurden schrittweise an die Peripherie verlagert, um Lärm und Umweltverschmutzung zu minimieren. Dort entstanden ärmliche, schlecht belüftete Arbeiterviertel, in denen sich Krankheiten leicht ausbreiteten.
Die Zweite Industrielle Revolution
Im 19. Jahrhundert führten technische Fortschritte und neue Fertigungsmethoden zu einer neuen industriellen Phase, die über die Ära der Dampfmaschine hinausging:
- Energie: Die erste Erdölbohrung und die Nutzung von Elektrizität (Thomas Alva Edison perfektionierte die Glühlampe).
- Industrie: Die Stahlindustrie erlebte durch den Bessemer-Konverter einen Quantensprung; die chemische Industrie spezialisierte sich auf synthetische Produkte.
Revolution im Transportwesen
Das Transportwesen entwickelte sich rasant:
- Eisenbahn: Vernetzte die USA von Küste zu Küste und diente als Mittel der Kolonisation.
- Schifffahrt: Der Übergang zu Stahlrümpfen und Propellerantrieb förderte den Welthandel mit Agrar- und Industrieprodukten.
- Automobil & Luftfahrt: Das 1886 von Benz entwickelte Benzinauto leitete den Beginn der modernen Mobilität und das Zeitalter der Luftfahrt ein.
Reorganisation der Arbeit und Kapitalismus
Die Steigerung der Arbeitsproduktivität wurde durch neue Organisationsformen vorangetrieben:
- Taylorismus: Jeder Arbeiter erhielt einen spezifischen Arbeitsplatz und eine einzige Aufgabe.
- Fordismus: Die Einführung des Fließbands revolutionierte die Warenproduktion.
Kapitalismus und Unternehmenskonzentration
Der Kapitalismus passte sich den Bedürfnissen der Industrialisierung an:
- Bankwesen: Banken sammelten Ersparnisse und vergaben Kredite an Industrieunternehmen und Eisenbahngesellschaften.
- Monopolbildung: Unternehmen tendierten zur Konzentration durch die Gründung von Trusts und Holdinggesellschaften. Bedeutende Sektoren wurden von Großunternehmen wie Krupp (Waffenproduktion) monopolisiert, um den Wettbewerb zwischen Anbietern zu vermeiden und den Markt zu beherrschen.