Die Industrielle Revolution und der Wirtschaftsliberalismus

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Die Enclosure-Bewegung und der Wandel der Landwirtschaft

Durch die Enclosure-Bewegung (Einhegung) verschwanden die gemeinschaftlichen Weideflächen, und viele Menschen zogen in die Städte, um dort zu arbeiten. Das Produktionssystem wurde profitabler, da landwirtschaftliche Großbetriebe mechanisiert wurden. Die Abschaffung der Brache und die Einhegung der Felder führten zu einer deutlichen Steigerung der Produktivität und des landwirtschaftlichen Einkommens. Diese Entwicklung legte den Grundstein für die industrielle Revolution.

Wirtschaftsliberalismus: Grundlagen und Theorien

Der Wirtschaftsliberalismus basiert auf den Prinzipien des Privateigentums, des freien Unternehmertums und der freien Marktwirtschaft.

Die theoretischen Grundlagen

  • Adam Smith: Er führte neue Ideen ein und argumentierte, dass das individuelle wirtschaftliche Interesse das Handeln der Menschen bestimmt. Er betonte, dass Reichtum aus menschlicher Arbeitskraft sowie der Anhäufung von Kapital und Land entsteht. Zudem unterschied er zwischen Gebrauchswert und Tauschwert. Smith vertrat die optimistische Ansicht, dass ein freier privater Sektor zu einem kontinuierlichen Wachstum führt, von dem alle profitieren.
  • David Ricardo: Er setzte sich für den freien Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen zwischen den Ländern ein.
  • John Stuart Mill: Er erarbeitete die endgültige Synthese des klassischen Liberalismus und verteidigte die individuelle Initiative, die Kapitalakkumulation und den freien Wettbewerb.

Die Industrielle Revolution und die neue Wirtschaftsordnung

Die industrielle Revolution führte zum Triumph des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Handwerksbetriebe wurden durch die Massenproduktion ersetzt, was den Übergang zu einer Industriegesellschaft markierte.

Wichtige wirtschaftliche Konzepte

  • Arbeitsteilung: Jeder Arbeitnehmer spezialisiert sich auf einen bestimmten Schritt im Produktionsprozess.
  • Gesetz von Angebot und Nachfrage: Ein ökonomisches Prinzip, das besagt, dass der Preis eines Produktes von der Differenz zwischen der verfügbaren Menge und der Nachfrage der Käufer abhängt.

Die Entstehung der Klassengesellschaft

Die industrielle Revolution und politische Veränderungen schufen eine neue soziale Struktur mit drei Hauptklassen:

1. Untere Klassen

Diese Gruppe bestand aus armen Bauern ohne Landbesitz sowie dem Proletariat. Das Proletariat war eine neue soziale Gruppe, die in der modernen Industrie arbeitete. Männer, Frauen und Kinder arbeiteten unter oft sehr harten Bedingungen in den Fabriken.

2. Mittelschicht

Es entstand eine Schicht aus qualifizierten Industriearbeitern. Zudem wuchs durch die industrielle Revolution der Dienstleistungssektor, was neue Arbeitsplätze schuf.

3. Oberschicht

Der traditionelle Adel verlor an Bedeutung und wurde durch das Bürgertum ersetzt, das sowohl die wirtschaftliche als auch die politische Macht konzentrierte. Diese Klasse bestand aus großen Kaufleuten, Industriellen und Großgrundbesitzern, die moderne Techniken einsetzten.

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