Industriestandorte in Spanien: Faktoren und Trends
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Faktoren und Trends aktueller Industriestandorte
Faktoren der Standortwahl
Klassische Standortfaktoren haben nach der industriellen Krise an Bedeutung verloren, während neue Faktoren in den Vordergrund gerückt sind. Die neuen Faktoren umfassen:
- a) Eine verringerte Bedeutung der Nähe zu natürlichen Ressourcen.
- b) Die Erweiterung der Absatzbereiche.
- c) Die Verbesserung des Verkehrs- und Nachrichtenwesens.
- d) Handarbeit bleibt weiterhin ein wichtiger Faktor.
- e) Derzeit ist der Zugang zu Innovationen und aktuellen Informationen ein entscheidender Faktor.
Standorttrends: Verbreitung und Konzentration
Deutliche Veränderungen haben die Trends der Industriestandorte beeinflusst:
- a) Die Verbreitung der Industrie: Die Ausdehnung auf bisher unattraktive Randgebiete ist auf folgende Faktoren zurückzuführen:
- Probleme durch große Industriekonzentrationen.
- Technologische Verbesserungen, die eine Trennung von Leitung und Verwaltung ermöglichen.
- Neue Strategien des Kapitalismus.
- Erschließung der endogenen Industrialisierung.
- b) Aufrechterhaltung der Attraktivität: Zweitens bleibt die starke Anziehungskraft bestehender Industrieräume für Anlagen erhalten.
Industriegebiete und regionale Ungleichgewichte
Die spanische Industrie
Die entwickelten industriellen Bereiche Spaniens sind die zentralen Ballungsgebiete, vor allem in Madrid und Barcelona. Die jüngste Entwicklung ist gekennzeichnet durch:
- Widersprüchliche Tendenzen: Einerseits erleben wir den Zusammenbruch etablierter Bereiche, andererseits gibt es eine industrielle Revitalisierung.
Industriezentren in Expansion
Es können folgende Arten unterschieden werden:
- a) Die großstädtischen Ballungsgebiete (Kronen), die sich im industriellen Niedergang und im Konversionsprozess befinden.
- b) Peri-urbane Ränder, die für die Verlagerung von Branchen aus den Städten in die Umgebung sehr attraktiv geworden sind.
- c) Die Achsen der industriellen Entwicklung entlang der Hauptverkehrswege.
- d) In einigen ländlichen Gebieten gibt es ebenfalls Bereitstellungen von Industriegebieten.
Industriegebiete im Niedergang
Industriegebiete mit rückläufiger Entwicklung zeichnen sich aus durch:
- Spezialisierung auf reife Branchen in einer Arbeitsmarktkrise.
- Mangelnde Qualifikationen sowie mittlere oder niedrige Umweltprobleme.
- Die Aufnahme in die EU hat die Situation langfristig verschärft.
Gebiete mit geringer Industrialisierung
Bereiche mit induzierter Industrialisierung sind Aragon, Castilla y León und Andalusien. Gebiete mit begrenzter Industrialisierung sind Castilla-La Mancha, Extremadura, die Balearen und die Kanarischen Inseln.
Umweltprobleme der Industrie
Die Industrie verursacht Umweltprobleme in mehrfacher Hinsicht:
- a) Den Missbrauch natürlicher Ressourcen.
- b) Die Verschmutzung der Umwelt in einigen Branchen.
- c) Die Verschlechterung der ästhetischen Landschaft durch Wirtschaftsbereiche.
Aktuelle Industriepolitik
Rückgang staatlicher Interventionen
Die Reduzierung staatlicher Eingriffe in die industrielle Tätigkeit zeigt sich durch:
- a) Die zunehmende Öffnung nach außen.
- b) Die Privatisierung einiger der profitabelsten Unternehmen.
Politik zur Behebung struktureller Probleme
Die Highlights der Industriepolitik sind:
- a) Die Beschleunigung der Konversion.
- b) Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
- c) Die Erhöhung der Forschungsausgaben.
- d) Die Abnahme der technologischen Abhängigkeit.
Korrektur regionaler Ungleichgewichte
Die bisherigen Leistungen in diesem Bereich lassen sich in zwei Teile zusammenfassen:
- a) Industrielle Förderungspolitik: Regionale Gesetzgebung und regionale Entwicklungsagenturen.
- b) Endogene Industrialisierung: Unterstützung lokaler KMU und Förderung von Innovationen.
Umweltpolitische Maßnahmen
Hauptmaßnahmen zur Bekämpfung von Umweltproblemen sind:
- a) Nachhaltige Entwicklung gegen den Missbrauch von Ressourcen.
- b) Maßnahmen gegen Kontamination: Schutz bestimmter Räume, Vermeidung negativer Auswirkungen, Förderung von Forschung und Anpassung von Abhilfemaßnahmen.
- c) Rehabilitationsmaßnahmen gegen den Abbau der ästhetischen Landschaft.