Installation und Konfiguration von HTTP- und Proxy-Diensten

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Installation und Konfiguration des HTTP-Dienstes

Die Nutzung von Diensten wie FTP ermöglichte Benutzern den Zugriff auf Informationen über weite Distanzen. Der HTTP-Dienst wurde entwickelt, um einen einfachen und intuitiven Zugriff auf Remote-Informationen zu ermöglichen, was zum sogenannten World Wide Web (WWW) führte. Benutzer nutzen diesen Dienst, um auf Webseiten oder Dokumente zuzugreifen. Neben Text können diese Seiten auch andere Elemente zur Information der Benutzer enthalten, einschließlich Bilder, Ton und Video sowie sogenannte Hyperlinks. Diese Links erscheinen markiert, und wenn man mit der Maus über sie fährt, ändert der Mauszeiger sein Aussehen. Das Format zur Einbindung der verschiedenen Informationen und Referenzen heißt HTML.

Statische und dynamische Webinhalte

Webseiten können statische Inhalte haben, die keine Interaktion durch den Anwender zulassen und lediglich Informationen sowie Hyperlinks auflisten. Um Interaktionen zu ermöglichen, müssen Seiten dynamisch sein. Einige Sprachen zur Erstellung dynamischer Seiten sind:

  • PHP: Eine Sprache, deren Anweisungen Teil des HTML-Dokuments sind, auf dem HTTP-Server interpretiert werden und als resultierendes HTML-Dokument an den Client gesendet werden.
  • ASP (Active Server Pages): Der Code wird durch die Kombination von Skripten und HTML-Dokumenten umgesetzt. Wie PHP wird er auf dem Server interpretiert.
  • Java: Eine Programmier-Sprache auf Basis von C++, die Animationen und Interaktionen mittels Applets ermöglicht. Ein Applet ist ein kleines Programm, das innerhalb der Browser-Software ausgeführt wird.
  • JavaScript: Eine Skriptsprache, deren Anweisungen Teil eines HTML-Dokuments sind und von der Browser-Software interpretiert werden.
  • CGI (Common Gateway Interface): Keine Sprache an sich, sondern eine Schnittstelle zum Datenaustausch, zum Beispiel für Perl-Programme.

Zugriff über Browser und URLs

Damit Seiten korrekt angezeigt werden, verwendet der Client eine spezielle Software namens Browser oder Viewer. Für den Zugriff muss der Benutzer Informationen wie die gewünschte Webseite und deren Speicherort angeben, was als URL bezeichnet wird. Die Seiten sind auf HTTP-Servern in Verzeichnissen gespeichert, die als Sites bezeichnet werden. In diesen Verzeichnissen existiert meist eine Hierarchie von Unterverzeichnissen für Hintergründe, Bilder und andere Elemente. Die Datei index.html im Root-Verzeichnis dient als Hauptseite für den Zugriff. Diese wird standardmäßig angezeigt, wenn nur der Servername angegeben wird.

Funktionsweise von Proxy-Servern

Ein Proxy-Dienst fungiert als Vermittler zwischen Netzwerkbenutzern und dem Internet. Er nimmt Anfragen für Dienste wie HTTP entgegen. Sind die Informationen bereits im Proxy-Cache (auf der Festplatte) vorhanden, werden sie direkt an den Kunden geliefert. Andernfalls leitet der Proxy die Anfrage an den Webserver weiter und speichert das Ergebnis lokal. Dies reduziert den Bandbreitenverbrauch und die Reaktionszeiten.

Erweiterte Proxy-Funktionen

Einige Proxy-Server ermöglichen die Kontrolle über den Internetzugang, die Authentifizierung von Nutzern und die Filterung von Inhalten. Mehrere Proxys können über das UDP-basierte Protokoll ICP oder das HTCP-Protokoll zusammenarbeiten, um Informationen effizient auszutauschen. Man unterscheidet verschiedene Typen:

  • Transparenter Proxy: Der Benutzer bemerkt die Existenz des Servers nicht; er fungiert als Gateway.
  • Anwendungs-Proxy (HTTP-Proxy): Speziell für Web-Informationen oder Dienste wie POP3 und SSH entwickelt.
  • SOCKS-Proxy-Server: Bietet Dienste für virtuelle Verbindungen über das TCP-Protokoll an und wird oft in Firewalls zur Filterung von Paketen eingesetzt.

Installation und Konfiguration von IIS

Der IIS (Internet Information Services) ist der HTTP-Server von Microsoft, während Apache 2 unter Linux üblich ist. Um den Dienst zu nutzen, muss der HTTP-Zugriff auf Port 80 erlaubt und TCP/IP konfiguriert sein.

Schritte zur Installation von IIS:

  1. Öffnen Sie die Windows-Komponenten über das Bedienfeld.
  2. Wählen Sie den Internet Information Server (IIS) zur Installation aus.
  3. Wählen Sie die Komponenten wie den World Wide Web Dienst aus.
  4. Geben Sie den Ordner für die Dienstdateien an.

Konfiguration über den Dienst-Manager:

Obwohl der Server ein Standardverzeichnis (inetpub\wwwroot) bietet, können neue Websites erstellt werden. Da IIS mehrere Websites verwalten kann, muss jede Site über einen eindeutigen Port oder eine IP-Adresse verfügen. Bei der Erstellung sind anzugeben:

  • Kurze Beschreibung zur Identifikation.
  • IP-Adresse und Port (Standard: 80).
  • Zugriffsrechte (Lesen, Ausführen von CGI-Anwendungen etc.).

Der Dienst kann jederzeit über den Internet-Dienst-Manager gestartet oder gestoppt werden. Ein Test erfolgt über die URL 127.0.0.1 im Browser.

Installation und Konfiguration von Squid

Die Installation von Squid unter Windows erfordert folgende Schritte:

  1. Entpacken der Dateien auf die Festplatte (z. B. C:\squid).
  2. Umbenennen der Dateien squid.conf.default zu squid.conf und mime.conf.default zu mime.conf im Ordner etc.
  3. Anpassung der squid.conf (z. B. Parameter visible_hostname).
  4. Ausführen von squid.exe -z zur Erstellung der Cache-Struktur.
  5. Installation als Dienst mit dem Befehl squid.exe -i.

Wichtige Funktionen von Squid:

  • Verwaltung von Cache-Inhalten und Löschen obsoleter Objekte.
  • Überwachung der Benutzerzugriffe über Log-Dateien.
  • Zugriffskontrolle durch Richtlinien und Inhaltsfilterung für HTTP.
  • Unterstützung des CARP-Protokolls zur Lastenteilung.
  • Erzwingen einer Benutzerauthentifizierung.

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