Die internationale Staatenverantwortung: Grundlagen & Haftung

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Die internationale Verantwortung des Staates

Die Existenz einer internationalen Gemeinschaft und der internationalen Rechtsordnung erfordert, dass Staaten in erster Linie für ihr Handeln verantwortlich sind. Es ist ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts, dass jedes völkerrechtswidrige Verhalten eines Staates eine Haftung gegenüber dem verletzten Staat begründet.

Rechtsfolgen völkerrechtswidriger Handlungen

Das allgemeine Ergebnis einer solchen Handlung ist die Verpflichtung des Staates, eine angemessene Entschädigung für die Verletzung seiner internationalen Verpflichtungen zu leisten und die schädlichen Folgen zu beseitigen. Dieses Prinzip der Verantwortung wurde durch die internationale Rechtsprechung wiederholt bekräftigt und ist für die internationale Rechtsordnung unerlässlich, um die Einhaltung der geltenden Regeln sicherzustellen.

Kodifizierung der Staatenverantwortung

Die Vorschriften über die Verantwortung der Staaten sind gewohnheitsrechtlicher Natur. Versuche einer Kodifizierung, wie beispielsweise bei der Konferenz in Den Haag Mitte der 1930er Jahre, waren jedoch nur teilweise erfolgreich.

Subjekte der internationalen Verantwortung

In diesem Kontext betrachten wir die Begrenzung der internationalen Verantwortung. Dabei ist zu beachten, dass Staaten nicht die einzigen aktiven oder passiven Subjekte sind:

  • Internationale Organisationen: Beispielsweise können die Vereinten Nationen (UN) eine internationale Klage gegen einen Staat einreichen, wenn ein Beamter der Organisation bei der Ausübung seiner Aufgaben geschädigt wurde.
  • Individuelle Verantwortung: Es ist anerkannt, dass Personen, die Verbrechen gegen das Völkerrecht (z. B. Völkermord) begehen, persönlich verantwortlich sind – unbeschadet der staatlichen Verantwortung, in deren Namen die Tat verübt wurde.

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