Der Islam: Glaube, Geschichte und Lehren kompakt erklärt

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Der Glaube an Allah

Der Islam bekennt: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet.“ Ein muslimischer Gläubiger lehnt die Verehrung von Götzen ab. Der Islam versteht sich als Protest gegen jeglichen Polytheismus und lehnt auch die christliche Trinität ab.

Allah ist der einzige Schöpfer, absolut transzendent und einzigartig. Es gibt nichts, das ihm gleicht. Er ist allmächtig, barmherzig und wird mit 99 Namen verehrt, darunter der Weise, der Lebendige und der Heilige. Er ist derselbe Gott, an den auch Abraham, Moses und Jesus glaubten.

Der Prophet Mohammed

Mohammed, der Gründer des Islam, wurde 570 n. Chr. in Mekka geboren. Nach dem frühen Verlust seiner Eltern wuchs er bei seinem Großvater und Onkel auf. Mit 25 Jahren heiratete er die wohlhabende Witwe Khadija.

Während seiner Meditationen in der Höhle von Hira empfing er durch den Engel Gabriel seine erste Offenbarung. Trotz anfänglicher Zweifel und Verfolgung durch die reichen Mekkaner begann er, die Botschaft vom einen Gott und dem kommenden Jüngsten Gericht zu verbreiten.

Wichtige Botschaften

  • Allah: Der einzige Gott und Schöpfer.
  • Mohammed: Der letzte und endgültige Prophet.
  • Koran: Das direkte Wort Gottes.
  • Jüngstes Gericht: Jeder Mensch wird für seine Taten zur Rechenschaft gezogen; es gibt ein Paradies und eine Hölle.

Der Koran: Die Heilige Schrift

Der Koran ist das heilige Buch des Islam und gilt als das direkte Wort Gottes in arabischer Sprache. Während Mohammeds Leben wurden die Offenbarungen von seinen Gefährten auswendig gelernt oder auf Materialien wie Leder und Knochen notiert. Unter dem Kalifen Uthman wurde die offizielle Fassung zusammengestellt, die 114 Suren umfasst.

Gemeinschaft und Moral

Der Islam bildet eine Gemeinschaft (Umma), die sowohl spirituelle als auch politische Bedeutung hat. Das Leben eines Muslims wird durch den Koran geregelt, wobei Mäßigung, Gastfreundschaft, Gerechtigkeit, Geduld und Vergebung zentrale Tugenden sind. Gier, Stolz, Glücksspiel und Alkoholismus werden abgelehnt.

Strömungen im Islam

Die Sunniten

Mit etwa 90 % bilden sie die größte Gruppe. Sie folgen der Sunna, der Tradition basierend auf den Worten und Taten Mohammeds. Sie erkennen die Legitimität der ersten vier Kalifen an.

Die Schiiten

Sie machen etwa 9 % der Muslime aus. Ihr Hauptunterschied liegt in der Ablehnung des gewählten Kalifats zugunsten einer erblichen Nachfolge durch Ali und dessen Nachkommen. Sie erwarten die Rückkehr des Mahdi als Messias der Gerechtigkeit.

Die Charidschiten

Diese kleine Gruppe entstand nach dem Tod Alis. Sie zeichnen sich durch eine sehr strenge, wörtliche Auslegung des Korans aus und befürworten ein rein elektives Kalifat. Sie gelten oft als die „Puritaner“ des Islam.

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