Italogotische Malerei des 14. Jahrhunderts

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Die Auferweckung des Lazarus (Giotto)

  • Zeitraum: 14. Jahrhundert
  • Stil: Italogotik
  • Technik: Fresko
  • Standort: Scrovegni-Kapelle, Padua

Giotto gilt als Vater der Gotik. Das Werk gehört zu einer Epoche, die den Übergang von der byzantinischen Tradition zur Gotik markiert. Das Thema ist die Auferweckung des Lazarus, bei der die Schwestern Jesus um Hilfe bitten.

Merkmale der Darstellung

  • Perspektive: Einführung einer räumlichen Tiefe (Querformat).
  • Figuren: Die Körper wirken nicht mehr flach, sondern besitzen Volumen und ausdrucksstarke Gesten.
  • Stilmittel: Pastellfarben, byzantinische Aureolen und ein Fokus auf menschliche Emotionen statt auf eine rein hierarchische Anordnung.

Kapelle von San Miguel (Ferrer Bassa)

  • Zeitraum: 14. Jahrhundert
  • Stil: Italogotik
  • Technik: Ölmalerei
  • Standort: Kloster Pedralbes

Ferrer Bassa reiste nach Italien, um die Malerei zu erlernen, und brachte den italogotischen Stil in seine Werkstatt nach Barcelona.

Technische Neuerungen

  • Ausdruck: Fokus auf Mimik und narrative Erzählweise statt auf hieratische Strenge.
  • Komposition: Vorrang der Farbe vor der Zeichnung, Einführung architektonischer und landschaftlicher Elemente.
  • Struktur: Oben das Leben Jesu, unten das Leben der Jungfrau.

Altarbild des Heiligen Geistes (Pere Serra)

  • Zeitraum: 14. Jahrhundert
  • Stil: Italogotik
  • Technik: Tempera auf Holz
  • Standort: Kirche Santa Maria de Manresa

Dieses Werk wurde von der Gilde der Heiligen Geister in Auftrag gegeben. Trotz eines Brandes im 18. Jahrhundert ist die komplexe Struktur aus Holz und Tempera erhalten geblieben.

Bildprogramm und Technik

  • Struktur: Organisiert in vertikalen Registern (Könige, Bischöfe) und Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.
  • Zentrale Themen: Krönung der Jungfrau Maria und die Herabkunft des Heiligen Geistes (Glossolalie).
  • Stilistische Merkmale: Goldgrund, Isozephalie (gleiche Kopfhöhe der Figuren) und sehr ausdrucksstarke Hände.
  • Kritik: Während Details wie Hände und Füße meisterhaft ausgeführt sind, fehlt es dem Gesamtbild an einer konsequenten Perspektive; die Zeichnung dominiert hier noch vor der Farbe.

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