Johann Wilhelm Möbius: Charakterisierung & Analyse

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Johann Wilhelm Möbius: Eine Charakterisierung

Die Figur „Möbius“, Protagonist des im Jahre 1961 geschriebenen Dramas „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt, stellt einen von drei scheinbar verrückten Insassen (von Beruf Physiker) eines Sanatoriums für geistige Krankheiten dar.

Rolle im Drama „Die Physiker“

Im Verlauf des Dramas fällt auf, dass der Hauptplot um Möbius sowie seine Erfindungen verläuft; er ist also indirekt die Hauptperson des Stückes, obwohl er zu Beginn noch gar nicht auftritt.

Hintergrund und familiäre Situation

Johann Wilhelm Möbius ist im Dramenverlauf bereits 40 Jahre alt, geschieden und hat drei Söhne: Adolf-Friedrich (16), Wilfried Kaspar (15) und Jörg Lukas (14).

Möbius wuchs als Vollwaise auf und traf im Alter von 15 Jahren seine spätere Ehefrau Lina (im Drama „Frau Missionar Rose“) in deren Elternhaus, in dem er sich ein kleines Zimmer mietete.33 Diese ermöglichte ihm den Schulabschluss und das folgende Studium der Physik. Gegen den Willen der Eltern heirateten Möbius und Lina und mussten folgend hart für ihren Erfolg arbeiten. Auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Karriere ereignete sich der Schicksalsschlag der Familie: die Erkrankung Möbius’ und die folgende Einlieferung in die Heilanstalt „Les Cerisiers“. Seitdem kommt Lina für die Kosten des Sanatoriums auf und sorgt für die drei Söhne.34

Die vermeintliche Erkrankung und Salomo

Die Erkrankung äußerte sich darin, dass er behauptete, ihm erscheine der König Salomo, was ihm die Diagnose der geistigen Erkrankung einbrachte.

Persönlichkeit, Intelligenz und Sprache

Möbius wird während des Stückes immer wieder fremd- sowie eigencharakterisiert, sodass er als Charakter sehr gut zu erkennen ist. Durch mehrere Aussagen wird deutlich, dass er ein äußerst intelligenter sowie gebildeter Mann ist, der einen hohen akademischen Grad hätte erlangen können.34

Seine Bildung sowie sein äußerst umfangreiches Allgemeinwissen spiegeln sich außerdem in seiner gehobenen Sprache wider, die er ausschließlich verwendet und nur in der zum Schutz gedachten Verabschiedung der Familie durch Umgangssprache sowie vulgäre Ausdrucksweisen ersetzt.(40) Dies bleibt jedoch die Ausnahme.

Aufopferung und Altruismus

Trotz dieser Eigenschaft lässt er sich als Verrückten dastehen und schreckt auch nicht davor zurück, selbst seine Familie zu belügen. Es wird deutlich, wie aufopferungsvoll Möbius ist und wie altruistisch[1] er handelt.

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