John Stuart Mill: Utilitarismus vs. Kantische Ethik
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Mills Ideal: Das größte Glück der größten Zahl
In dieser Arbeit versucht Mill zu zeigen, dass das Ideal des größten Glücks der größten Zahl eine vollkommene moralische Richtschnur darstellt.
Vernunft und Rationalität bei Mill
Mill setzt sich mit der Idee auseinander, dass die Verwendung von „Vernunft“ und „Rationalität“ vielfältig ist. Es ist absurd, jegliche rationale Begründung auf ein starres Modell der Logik oder Wissenschaft zu reduzieren. Was in einem System logischer Zustände und auch im Utilitarismus entwickelt wurde, ist die Erkenntnis, dass der Grund in Wünschen verwurzelt ist (in Anlehnung an Hume).
Moral und menschliches Verlangen
Die Moral ist bei Mill nur dann gerechtfertigt, wenn die menschlichen Wünsche mit ihren Vorschriften übereinstimmen. Ist es nicht das natürliche Bestreben des Menschen, glücklich zu sein? Wenn Glück das ist, was wir vor allem anderen wollen, dann ist es wünschenswert und das einzige, was als Selbstzweck erstrebenswert ist.
Kontrast zur Kantischen Moral
Der Kontrast zur kantischen Moral wird hier deutlich:
- Mill: Glück ist ein Ziel, das aktiv verfolgt werden muss. Der Mensch hat ein Recht auf Glück, und die Gesellschaft hat die kollektive Pflicht, die Mittel dazu zu gewährleisten.
- Kant: Glück ist eine „Auszeichnung“ für moralische Verdienste. Es ist nicht etwas, das man einfach empfängt, sondern die Frucht und Folge einer tugendhaften Lebensführung.
In der kantischen Perspektive bedeutet das Leben oft Leiden. Nur in einem anderen Leben versöhnen sich Tugend und Glück zum höchsten Gut. In diesem „Tal der Tränen“ scheint der Mensch gezwungen, zwischen Tugend und Glück als zwei unvereinbaren Optionen zu wählen.
Optimismus und die Kunst des Lebens
Mill hingegen betrachtet die menschliche Persönlichkeit optimistisch – fast im griechischen Sinne. Tugend und Glückseligkeit bedingen einander, ähnlich wie bei:
- Platon
- Aristoteles
- Epikur
Für Mill ist Ethik, wie bei den griechischen Klassikern, die Kunst des Lebens.