Kabelverlegung und Fehlerortung in Erdkabelnetzen

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Verfahren zur Spannweitenregelung

  • Nivelet-Verfahren: Die Wahl der Spannweite erfolgt durch diese günstigere Regelung, indem an jedem Ende der Spanne ein vertikaler Abstand vom Drehpunkt ausgehend eingehalten wird. Unter Bezugnahme auf den tiefsten Punkt des Kabels wird die Bespannung visuell mit zwei Ebenen markiert.
  • Dynamometer-Verfahren: Installiert an der Anlage auf dem Hebezeug oder einem Tirvit-Spannelement. Ausgehend vom Leiter bis zum Prüfstand wird die Zugkraft in daN gemessen, sobald die Kabelbinder an den Ankerpunkten fixiert sind.

5. Schäden und Reparaturen in unterirdischen Netzen

Störungen werden durch das Auslösen der installierten Schutzeinrichtungen erkannt – in der Regel Sicherungen in der Niederspannungs-Box (BT), in der Trafostation (CT) oder im Verteilerkasten der Leitung. Ein Stromausfall betrifft dann eine Reihe von Nutzern.

Diese Anomalien können verschiedene Ursachen haben: Rohrbrüche durch Ausgrabungen, Isolationsfehler, Erdrutsche, Kurzschlüsse, Überlastungen etc.

Vor dem Austausch der Sicherungen muss die Ursache der Panne ermittelt werden. Die Schäden lassen sich in zwei Typen unterteilen:

  • Unterbrechung der Kontinuität der Linie.
  • Verschlechterung der Wärmedämmung (Isolation).

Für die Lokalisierung der Fehler stehen Teams zur Verfügung, die den Fehlerpunkt grob bestimmen können. Die Methoden hängen von der Art des Schadens ab und können mittels Radar erkannt werden:

1. Der Leiter ist nicht unterbrochen

  • a) Kurz- oder Erdschluss durch einen geringen Widerstand (weniger als 50 Ω).
  • b) Erdschluss durch einen sehr hohen Widerstand (mehr als 50 Ω).

2. Der Leiter ist an der beschädigten Stelle unterbrochen

  • a) Erdschluss auf einem oder mehreren Leitern.
  • b) Die Leiter haben gute Dämmwerte (keine Erd- oder Kurzschluss).

Moderne Methoden nutzen sogenannte Tracker (Leitungssucher), die den Verlauf der Linie mit speziellen Sensoren abfahren, um den Fehlerpunkt zu lokalisieren. Dazu gehören die akustische Methode und die Induktionsmethode.

Die effektivsten Techniken zur Fehlererkennung bei Erdkabeln basieren auf dem Prinzip der Reflexion eines kurzen elektrischen Impulses, der durch das Kabel gesendet wird. Dieses Verfahren ist als Kabel-Radar bekannt; dabei wird die Zeitspanne zwischen dem Senden und dem Eintreffen des reflektierten Impulses gemessen.

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