Der Kalte Krieg: Von 1945 bis zum Zusammenbruch 1989
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Der Kalte Krieg: Globale Konflikte und Krisen
Die Nachkriegszeit war geprägt von einer tiefen Spaltung der Welt:
- 1945: Deutschland wurde geteilt.
- 1949: Die Sowjetunion entwickelte die Atombombe; in China siegten die Kommunisten nach dem Bürgerkrieg.
- 1957: Der Start des ersten Sputnik-Satelliten löste den Wettlauf ins All aus.
- 1961: Bau der Berliner Mauer als Grenze der DDR.
Krisenherde und Stellvertreterkriege
Der Konflikt zwischen den Supermächten manifestierte sich weltweit:
- Korea (ab 1945): Teilung in einen sowjetisch besetzten Norden und einen US-amerikanisch geprägten Süden. 1953 wurde ein Waffenstillstand geschlossen, jedoch kein Friedensvertrag.
- Vietnam (ab 1954): Das Land wurde geteilt. Die Guerillaorganisation Vietcong kämpfte für die Interessen von Kleinbauern und Arbeitern. 1964 griff die USA aktiv in den Krieg ein, bis 1975 der Norden und der Vietcong das Land eroberten.
- Kuba & Türkei: 1959 kam Fidel Castro an die Macht. 1960 stationierten die USA Raketen in der Türkei, was 1962 zur Einrichtung des „Heißen Drahtes“ zwischen Washington und Moskau führte.
Aufstände im Ostblock
Die Bevölkerung forderte zunehmend Reformen und Freiheit:
- Ungarn 1956: Budapester Studenten stürzten ein Stalin-Denkmal und forderten den Abzug der Truppen, freie Wahlen sowie Redefreiheit.
- Prager Frühling 1968: Die Tschechoslowakei versuchte Reformen innerhalb der Kommunistischen Partei. Das Aktionsprogramm forderte mehr Rechte für Nicht-Kommunisten und Reisefreiheit. Der Reformprozess wurde durch den Einmarsch von Warschauer-Pakt-Truppen gewaltsam beendet.
Die Helsinki-Schlussakte von 1975
Die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) legte wichtige Grundsätze fest:
- Anerkennung der Grenzen und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.
- Förderung des Austauschs von Menschen und Informationen.
- Erleichterung der Arbeit für Journalisten.
- Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte.
Die Sprengkraft dieser Vereinbarung war enorm: Systemkritiker beriefen sich auf die Helsinki-Erklärung, um Freiheitsrechte einzufordern. Trotz Repressionen durch den KGB und Straflager trug diese Bewegung wesentlich zum Zusammenbruch der kommunistischen Systeme ab 1989 bei.
Widerstand und das Ende der Ära
In der Tschechoslowakei formierte sich 1977 die Bürgerrechtsgruppe Charta 77, die gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit protestierte. Gleichzeitig führte die Stationierung der SS-20-Raketen durch die Sowjetunion und die Reaktion der NATO (ab 1982) zu einer wirtschaftlichen Überforderung der Sowjetunion, die den Zerfall des Ostblocks beschleunigte.