Der Kalte Krieg: Geschichte der globalen Polarisierung

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Die 45 Jahre vom Abwurf der Atombomben bis zum Ende der UdSSR stellen keine homogene Periode in der Weltgeschichte dar. Die Welt war in zwei Blöcke aufgeteilt: den kapitalistischen, vertreten durch die USA, und den sozialistischen, vertreten durch die UdSSR.

Die extreme Polarisierung nach 1945

Nach 1945 prägte der Gegensatz zwischen Sozialismus und Kapitalismus die internationalen Beziehungen, was zu einer extremen Polarisierung der politischen, ideologischen und militärischen Sphären gemäß den Interessen der USA und der Sowjetunion führte. Der sogenannte Kalte Krieg dominierte die internationale Szene in der zweiten Hälfte des „kurzen 20. Jahrhunderts“. Es war zweifellos eine Ära, in der der bloße Wille zur Konfrontation oft ausreichte.

Truman-Doktrin und Marshall-Plan

Im Jahr 1947 wandte sich der damalige US-Präsident Harry Truman mit dem Ziel, den Kommunismus und den Einfluss der UdSSR zu bekämpfen, an den Kongress. Er erklärte, dass die USA jene Nationen unterstützen würden, die sich dem kommunistischen Druck widersetzten. Im selben Jahr startete Außenminister George Marshall den Marshall-Plan, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau der kriegszerstörten Länder zu fördern. 1948 wurde die OEEC gegründet, um diesen Plan zu verwalten, ebenso wie die Benelux-Union.

Reaktionen der Sowjetunion

Die Sowjetunion schuf das Kominform, ein Organ, das für die Vereinigung der wichtigsten kommunistischen Parteien Europas verantwortlich war und die Länder unter ihrem Einfluss von der US-Vorherrschaft fernhalten sollte, was zur Entstehung des Eisernen Vorhangs führte. 1949 wurde der COMECON als „Antwort“ auf den Marshall-Plan für die sozialistischen Länder gegründet.

Die Teilung Deutschlands und die Berliner Mauer

Angesichts des Wiederaufbaus Westdeutschlands durch den Marshallplan und der administrativen Vereinigung der westlichen Besatzungszonen im Jahr 1948 verhängte die UdSSR eine Landblockade über Berlin, das in der sowjetischen Besatzungszone lag. Im folgenden Jahr wurde Deutschland geteilt:

  • Westen: Bundesrepublik Deutschland (BRD)
  • Osten: Deutsche Demokratische Republik (DDR)

Im Jahr 1961 wurde die Berliner Mauer gebaut, um die Stadt in zwei Hälften zu teilen; sie wurde zum zentralen Symbol des Kalten Krieges.

Bipolare Welt und atomare Bedrohung

Die Welt entwickelte sich deutlich bipolar zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Die Angst vor einer direkten Konfrontation zwischen den beiden Mächten, die beide über Atomwaffen zur Zerstörung des Planeten verfügten, verbreitete sich unter allen Nationen. Weitere wichtige Ereignisse verschärften die internationalen Spannungen, wie die Gründung der NATO im Jahr 1949, die Westeuropa gegen den sowjetischen Einfluss zusammenschloss.

Wirtschaftsbündnisse und der Warschauer Pakt

1951 wurde die EGKS (Montanunion) gegründet, gefolgt vom Gemeinsamen Europäischen Markt. Die Entstehung der EWG zementierte das Bündnis mit dem kapitalistischen US-Block im Gegensatz zur Sowjetunion. Die Sowjets gründeten daraufhin 1955 den Warschauer Pakt, womit die Polarisierung ihren Höhepunkt erreichte. Inmitten dieser Ereignisse ereigneten sich zudem die Chinesische Revolution (1949) und die Zündung der ersten sowjetischen Atombombe.

Koreakrieg und Entspannungspolitik

Im folgenden Jahr begann der Koreakrieg, ein weiterer Höhepunkt des Kalten Krieges und die größte Bedrohung für den Weltfrieden nach dem Zweiten Weltkrieg. Ab 1970 wurden Abkommen zwischen den USA und der UdSSR unterzeichnet, um das Risiko eines Atomkriegs zu verringern und den Ost-West-Konflikt zu entschärfen. Der Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 und der anschließende Zusammenbruch des Realsozialismus markierten das Ende der Ära des Kalten Krieges.

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