Kant: Kritik der reinen Vernunft 1781 – Einführung und Analyse

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Kant

Kontextualisierung.

Der Text präsentiert das grundlegende Werk Kants: Kritik der reinen Vernunft (1781). Es behandelt die Frage, ob Metaphysik als Wissenschaft möglich ist oder nicht. Immanuel Kant wurde im Jahre 1724 in Königsberg (Preußen) geboren und starb im Jahr 1804. Sein Vater war Sattlermeister der Mittelklasse, seine Mutter sorgte für seine Ausbildung. Kant war der erste von neun Kindern, lebte ein ruhiges Leben und wurde später Professor und Rektor der Universität seiner Heimatstadt. Er verließ seine Heimatstadt niemals. Kant gilt als repräsentativer Philosoph der Aufklärung.

Die intellektuelle Biografie Kants kann in zwei Perioden unterteilt werden: Die Schriften vor 1770 sind von der Inspiration des rationalistischen Stadiums geprägt. Nach 1770 folgte eine Phase des Schweigens mit harten Jahren, bis zur Veröffentlichung der Kritik der reinen Vernunft im Jahr 1781. Mit dieser Arbeit beginnt die sogenannte kritische Phase.

Die Grundlagen des Verstehens von Kants Denken sind bekannt. Die Zeit war durch das absolute Vertrauen auf die Vernunft als Motor des menschlichen Fortschritts geprägt. Kant bevorzugte es, alle Menschen zu ermutigen, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, um ihre Unmündigkeit zu überwinden.

Als Denker des rationalistischen Zeitalters betrachtete Kant die Vernunft als gültiges Instrument zur Erkenntnis der Welt.
Er klassifizierte seine Philosophie als transzendentalen Idealismus: Die Gegenstände, wie wir sie erkennen, hängen vom Subjekt ab. Dinge existieren nicht unabhängig von unserem Wissen, sondern werden durch unsere Erkenntnisstrukturen geformt.

Beeinflusst wurde Kant von Leibniz und Wolff, die seine rationalistische Bildung prägten. Der große Einfluss Newtons auf seine ursprüngliche physikalische Denkweise zeigt sich in der Erklärung mechanischer Gesetze und der Suche nach wissenschaftlicher Gewissheit.

Kant hatte auf die Philosophie einen großen Einfluss, besonders im Bereich der Ethik und Politik.

In dieser Bejahung der Suche nach Metaphysik zeigt sich, dass sie noch nicht als Wissenschaft gesichert ist. Kant versucht daher zu untersuchen, ob Metaphysik künftig als Wissenschaft bestehen kann. Das Synonym Metaphysik wurde damals als Philosophie verstanden, die nach dem Vorbild der Wissenschaft strebte. Auch wenn sich viele andere darum bemühten, konnte keine Einigung über die Argumente erzielt werden, die Metaphysik als Wissenschaft begründen.

Zusammenfassung (Absatz 2)

Kants Frage nach der Möglichkeit der Metaphysik als Wissenschaft ist zentral. Er glaubt, dass das Problem gelöst werden kann, wenn die Metaphysik nicht auf die bisher falsche Weise betrieben wird.


Analyse und Erklärung

Der Text stellt im Kern das grundlegende Problem aus Kants Werk dar: Ob Metaphysik als Wissenschaft möglich ist. Die Gründe dafür sind zwei: Erstens scheitert die Metaphysik im Gegensatz zu den Wissenschaften, die seit Platon und Aristoteles gleiche Probleme haben, an fehlender Einigkeit. Zweitens baut die universelle Wissenschaft auf objektiven, wissenschaftlichen Grundlagen auf, die notwendig und allgemein gültig sind, während die Metaphysik diese Zustimmung nicht erreicht.

Kant unterscheidet zwei Arten von Urteilen, auf denen Wissenschaft beruht: Urteile a priori und Urteile a posteriori. Er zeigt, dass Wissenschaft auf notwendigen Bedingungen beruhen muss, die allgemein gültig und a priori sind und somit Erfahrung überhaupt erst möglich machen.

Die verschiedenen Urteilsarten sind: Analytische Urteile erläutern nur das bereits im Begriff Enthaltene; sie sind allgemeingültig und notwendig. Synthetische Urteile erweitern dagegen unser Wissen durch neue Informationen.

Urteile a priori sind unabhängig von der Erfahrung als wahr erkannt. Nur wissenschaftliche Urteile, die zugleich synthetisch und a priori sind, können Wissenschaft begründen. Daher sind die eigentlichen wissenschaftlichen Urteile die synthetischen Urteile a priori.

Das Ziel der Kritik der reinen Vernunft ist zu erklären, wie solche Urteile möglich sind. Dazu wird das Werk in drei Teile gegliedert: Die transzendentale Ästhetik untersucht, wie synthetische Urteile a priori in der Mathematik möglich sind. Die transzendentale Analytik erklärt, wie sie in der Physik möglich sind. Die transzendentale Dialektik untersucht schließlich, ob sie auch in der Metaphysik möglich sind. Wenn ja, wäre die Metaphysik eine Wissenschaft; wenn nicht, wäre das Ergebnis negativ.

Kant untersucht, ob Urteile a priori in der Mathematik synthetisch sein können. Dafür betrachtet er das Erkenntnisvermögen der Sinnlichkeit: Sie allein liefert uns Anschauungen, ohne dass wir dafür Erfahrung benötigen. Die reinen Formen der Sinnlichkeit sind Raum und Zeit. Die Sinnlichkeit ist die passive Fähigkeit, Eindrücke von außen zu empfangen; die reinen Anschauungen (Raum und Zeit) sind die apriorischen Strukturen, durch die wir Erscheinungen (Phänomene) erfassen.

Kants zentrale Frage ist, wie synthetische Urteile in der Mathematik möglich sind. Er unterteilt die Mathematik in zwei Bereiche: Geometrie und Arithmetik. Seine Antwort lautet: Diese Wissenschaften beruhen auf reiner Anschauung der Sinnlichkeit; Raum und Zeit sind apriorische Bedingungen aller Erfahrung und aller sinnlichen Anschauung.

Zusammenfassung (Absatz 1)

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