Kant: Metaphysik, Kopernikanische Wende und Erkenntnis
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1 Zusammenfassung
In diesem ersten Teil des Textes Kants stellt er uns die Situation der Metaphysik dar. Esta, sagte er, habe nicht den richtigen Weg gefunden: die Wissenschaft, auch die älteste Disziplin, habe bisher keinen befriedigenden Fortschritt erzielt, y das dauernde Problem bestehe, siempre. Kant weist in der Metaphysik oft darauf hin, zurückzublicken, um zu sehen, dass der bisherige Weg nicht überall hinführen wird und dass ihre Praxis auf konzeptuellen Grundlagen beruht.
Analyse
Schließlich verfolgt die Vernunft die Frage nach dem Weg der Metaphysik als eine ihrer wichtigsten Anliegen und stellt fest, dass wir uns oft mit Ausflüchten beschäftigen, die uns täuschen; vielleicht sind wir bis jetzt dem falschen Weg gefolgt.
In diesem ersten Teil des Textes berichtet Kant über die Situation der Metaphysik als eines grundlegenden Zweigs der Philosophie, der Erkenntnisse über die Wirklichkeit außerhalb der Erfahrung liefern soll. Im Verhältnis zu anderen Wissenschaften — Logik, Physik und Mathematik — zeigt sich: Wo Wissenschaft dank notwendiger Voraussetzungen voranschreitet, gibt es Fortschritt; im Gegensatz dazu steht die Metaphysik, bei der es keinen Fortschritt gibt, sondern Rückschritte und Dispute unter ihren partidarios. All dies führt zu Misstrauen und Verachtung.
Als Ursachen dieser Lage identifiziert Kant den Dogmatismus, der mit dem Rationalismus des 18. Jahrhunderts verbunden ist: ein Vorgehen, das der Vernunft als eigenständigem Instrument vertraut und Wissen unabhängig von der Erfahrung beansprucht. Demgegenüber steht die radikale Skepsis, die Kant mit dem Empirismus des 17. Jahrhunderts verbindet: Durch die Ablehnung des rationalistischen Dogmatismus als alleiniger Quelle des Wissens betont der Empirismus die Erfahrung, wodurch aber die Möglichkeit wissenschaftlicher Erkenntnis in Frage gestellt werden kann.
Doch sollten wir deshalb die Metaphysik gänzlich ablehnen? Kant verneint dies. Er fordert jedoch eine Unterscheidung: zwischen dogmatischer Metaphysik — jener Auffassung, die Vertrauen in die Fähigkeit der Vernunft setzt, übersinnliche Realitäten allgemein und notwendig zu erkennen — und der Metaphysik als einer natürlichen Tendenz der Vernunft. Nach Kant führt diese natürliche Tendenz der Vernunft über die Grenzen der Erfahrung hinaus und erzeugt metaphysische Fragen wie Gott, Unsterblichkeit und Freiheit. Die kritische Metaphysik ist eine entscheidende Analyse der Fähigkeiten der Vernunft; sie untersucht die Bedingungen, unter denen wissenschaftliche Erkenntnis möglich ist, und fragt, ob Metaphysik als Wissenschaft möglich ist.
Kurz gesagt, schlägt Kant vor, die Metaphysik aus (mindestens) drei Perspektiven zu analysieren, um vielleicht Antworten zu finden. Die Antwort Kants liegt in der Anwendung seines berühmten giro copernicano auf die Metaphysik — ein methodischer Wandel, angelehnt an die Veränderungen, die Mathematik und Physik erfahren haben. Die zentralen Folgerungen lassen sich knapp zusammenfassen:
- Keine dogmatische Metaphysik als unkritische Wissenschaft;
- Metaphysik bleibt als natürliche Tendenz der Vernunft bestehen, muss aber kritisch reflektiert werden;
- Die Möglichkeit einer nicht-dogmatischen, kritischen Metaphysik ist zu prüfen.
2 Zusammenfassung
In diesem Teil des Textes erklärt Kant, dass Mathematik und Physik Wissenschaften sind, die eine Änderung der Methode erfahren haben. Tambien erläutert er, dass bisher angenommen wurde, die Objekte unseres Wissens seien vorab bestimmt; alle bisherigen Versuche gingen davon aus, einige dieser Objekte seien a priori gegeben. Kant fragt nach der Möglichkeit der Erkenntnis a priori solcher Objekte — ein Wissen, das etwas über Gegenstände aussagt, bevor wir sie erfahren, ähnlich dem, was Copernicus in konsequenter Anwendung andeutete.
Analyse
In diesem Abschnitt nutzt Kant Mathematik und Physik als Beispiele wissenschaftlicher Disziplinen, weil sie eine methodologische Veränderung oder Revolution erfahren haben. Die Mathematik wurde bereits im antiken Griechenland als Wissenschaft begriffen, da man erkannte, dass ihre Ergebnisse aus der rationalen Struktur des Geistes folgen; die moderne Naturwissenschaft in Renaissance und Neuzeit zeigte, dass Beobachtungen und Erkenntnisse durch Gesetze oder Prinzipien der Vernunft geregelt werden.
Beide Disziplinen demonstrieren, dass Universalität und Objektivität der Erkenntnis nicht allein vom Objekt ausgehen, sondern auch vom Subjekt mitbestimmt werden — dies ist der von Kant als kopernikanische Revolution bezeichnete Wendepunkt. Analog zu Kopernikus, der die Bewegung der Himmelskörper neu interpretierte, behauptet Kant: Wenn wir davon ausgehen, dass das Objekt vom Subjekt bestimmt werden kann, dann können wir nichts vom Objekt rein a priori wissen, sofern nicht das Subjekt selbst a priori Bedingungen stellt, durch die das Objekt erkennbar wird.
Die Folge dieser Auffassung ist, dass die Universalität des Wissens vom Subjekt herrührt. In der kopernikanischen Wendung verstehen wir Erkenntnis als Zusammenspiel zweier Elemente: des empirisch gegebenen Objekts und des erkennenden Subjekts. Das Objekt wird durch Erfahrung gegeben (die Materie ist posteriormente), das Subjekt bringt hingegen a priori Formen und Kategorien, so dass der Erkenntnisinhalt universell und notwendig ist und unabhängig von möglichen Veränderungen der Erfahrung bleibt. Aus diesem Grund sind synthetische Urteile a priori die eigentlichen Gegenstände wissenschaftlicher Erkenntnis: Sie erweitern unser Wissen über die Wirklichkeit, sind informativ und zugleich universal und notwendig.
Nach traditioneller Logik unterscheidet Kant zwischen analytischen und synthetischen Urteilen:
- Analytische Urteile: Sie beziehen sich auf Subjekt-Prädikat-Beziehungen, wobei das Prädikat bereits im Subjekt enthalten ist (z. B. "Der Junggeselle ist unverheiratet"). Ihre Wahrheit ist analytisch, das heißt tautologisch; sie erweitern das Wissen nicht.
- Synthetische Urteile: Hier ist das Prädikat nicht im Subjekt impliziert; solche Urteile erweitern das Wissen. Meist sind sie a posteriori (aus der Erfahrung abgeleitet) und deshalb kontingent. Kant hingegen weist auf die Möglichkeit synthetischer Urteile a priori hin, die informativ, universell und notwendig sind und damit die Grundlage echter wissenschaftlicher Erkenntnis bilden können.