Kants Transzendentale Analytik und Deontologische Ethik

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Transzendentale Analytik und die Kategorien

Die transzendentale Analytik befasst sich mit dem Studium der reinen Begriffe a priori, welche die Struktur des Verstandes bilden. Die Aufgabe des Verstandes ist es, Darstellungen zu synthetisieren, was eine Vereinigung von Begriffen darstellt.

Kant unterscheidet die Sinnlichkeit von reinen Begriffen; das heißt, sie haben keinen empirischen Gehalt, im Gegensatz zu empirischen Begriffen, die aus der sinnlichen Erfahrung entstehen.

Die Kategorien als Formen des Verstehens

Reine Begriffe nennt Kant Kategorien. Diese sind Formen des Verstandes, die es uns ermöglichen, über sinnliche Anschauungen nachzudenken:

  • 1) Die Kategorien sind die Bedingung der Möglichkeit, dass sinnliche Anschauungen verstehbar sind.
  • 2) Die Kategorien können nur auf sinnliche Anschauungen angewandt werden. Jede andere Verwendung der Kategorien ist illegitim.

Das Endergebnis der Wahrnehmung einer Realität und des Denkens mittels der Kategorien des Verstandes ist das Phänomen.

Physik und Kausalität

Physik ist als Wissenschaft möglich, da ihre Urteile auf den Kategorien des Verstandes basieren und sich auf sinnliche Anschauungen beziehen, was zu synthetischen Urteilen a priori führt. Aber Kategorien wie die Kausalität können nicht zur Behandlung von nicht-phänomenalen Wirklichkeiten herangezogen werden.

Phänomen vs. Noumenon

Kant unterscheidet das Phänomen vom Noumenon (dem Ding an sich). Das Noumenon ist das, was übrig bleibt, wenn man das Phänomen von den Kategorien des Verstandes sowie den Anschauungsformen von Raum und Zeit bereinigt. Das Noumenon ist unerkennbar und stellt die Außenwelt im Verhältnis zum Subjekt dar.

Kants Ethik: Pflicht und Moral

Die moralischen Grundlagen der Handlungen basieren auf dem Begriff der Pflicht; dies steht im Gegensatz zur teleologischen Ethik. Während beispielsweise Aristoteles den sittlichen Wert einer Handlung von ihrem Zweck (der Glückseligkeit) abhängig macht, identifiziert Kant Gesetze mit dem Kategorischen Imperativ.

Man handelt aus Pflicht; der moralische Wert liegt in der Absicht oder dem Willen, also in der Art und Weise, wie die Handlung ausgeführt wird. Es handelt sich um eine formale Ethik.

Der gute Wille

Kant sagt zu Beginn der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, dass das Einzige, was ohne Einschränkung als gut angesehen werden kann, der gute Wille (die gute Absicht) ist. Um zu beurteilen, ob eine Handlung gut ist, darf man nicht auf ihre Folgen schauen, sondern auf die Absicht.

Arten des Handelns in Bezug auf die Pflicht

Es gibt drei Arten von Handlungen in Bezug auf die Pflicht:

  1. Pflichtwidrige Handlungen: Diese können legal oder illegal sein, sind aber immer unmoralisch.
  2. Pflichtgemäße Handlungen: Sie werden aus Eigeninteresse ausgeführt. Sie sind meist legal, haben aber keinen moralischen Wert.
  3. Handlungen aus Pflicht: Nur das, was man aus Respekt vor der Pflicht tut, ohne Eigennutz, besitzt sittlichen Wert.

Es ist die Absicht der Handlung, die den Wert bestimmt – ein Handeln aus großem Respekt vor dem Gesetz und der Pflicht.

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