Kapitalismus und die Französische Revolution
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Der Kapital- und Arbeitsmarkt
Der Kapitalismus wurde als ein System konfiguriert, in dem die Instrumente der Produktion und die auftretenden Wechselwirkungen privates Eigentum sind. Dieses Eigentum gehörte nur der bürgerlichen kapitalistischen Klasse, während das Proletariat im Austausch für Löhne arbeiten musste. Der Kapitalismus ist ein ungeplantes System der freien Initiative, dessen Ziel es ist, maximalen Nutzen zu erzielen. Angebot und Nachfrage führen zu periodischen Krisen, um die Produktionskosten zu korrigieren oder anzupassen.
Die neue Industriegesellschaft
Der Triumph des Kapitalismus und der Industrie führte zu einer tiefen Transformation der Gesellschaft. Die neuen bürgerlichen Werte basierten auf der Nutzung des Privateigentums und dem Zugang zu Bildung. Die Familie wurde zum Kern der Gesellschaft, und das Wohnhaus wurde zum Symbol für Wohlstand und sozialen Status.
Die Frauen in der industriellen Gesellschaft
Das Leben von Frauen der Mittel- und Oberschicht war durch ihre Hauptaufgaben geprägt: die Sorge um das Haus und die Kinder sowie die Beaufsichtigung der Hausangestellten. Die Bildung für Frauen beschränkte sich auf Grundlagen des Lesens, Schreibens, Rechnens und spezifische weibliche Fertigkeiten.
Für Bäuerinnen bedeutete der Beginn der Industrialisierung, dass sie zu Arbeiterinnen wurden. Sie leisteten lange Arbeitstage von zehn oder zwölf Stunden, zusätzlich zur Betreuung der Familie und des Haushalts.
Die Ursachen der Revolution
Es gab den Wunsch nach tiefgreifenden Veränderungen:
- Die Preise waren gestiegen, während die Wirtschaft und Industrie boomten.
- Die Bourgeoisie erzielte hohe wirtschaftliche Gewinne, stieß jedoch bei freiem Handel und Produktion auf Hindernisse.
- Inspiriert von neuen Ideen forderte das Bürgertum politische Veränderungen.
- Eine mächtige Aristokratie hielt am feudalen Modell fest.
- Die königlichen Finanzen waren bankrott, da die Aristokratie keine Steuern zahlte und die Last allein auf den drei Ständen lag.
Die National Convention: Eine demokratische Republik
Die National Convention wurde am 20. September 1792 gebildet und führte zum ersten Sieg der neuen republikanischen Armee gegen das absolutistische Europa. Sie beschloss, die Monarchie abzuschaffen und eine Republik auszurufen.
Girondisten-Konvent
Die Regierung lag in den Händen der Girondisten aus Bordeaux, die im Konflikt mit den Jakobinern (dem „Berg“) standen. Die Girondisten wollten König Ludwig XVI. nicht sofort hinrichten, doch aufgrund des radikalen Drucks wurde er am 21. Januar 1793 hingerichtet. Dies gab den Anstoß für die europäische antirevolutionäre Koalition. Verschärft wurde die Lage durch den Aufstand der Bauern in der Vendée und soziale Forderungen der Sansculotten in Paris.
Jakobinischer Konvent: Die Schreckensherrschaft
Mit Unterstützung der Sansculotten verhafteten die Jakobiner führende Girondisten. Die Jakobiner verabschiedeten eine neue Verfassung (1793), die Volkssouveränität und das allgemeine Wahlrecht für Männer etablierte. Sie schufen eine revolutionäre Regierung und begannen eine Politik der Angst, um Feinde zu überwinden.
Das Komitee für öffentliche Wohlfahrt unter Robespierre konzentrierte alle Kräfte. Zudem wurden soziale Reformen umgesetzt, um die französische Gesellschaft grundlegend zu verändern. Die Jakobiner forderten mehr Gleichheit, während gemäßigte Bürgerliche die Reformen stoppen wollten. Robespierre und seine Anhänger führten eine blutige Unterdrückung durch, bis sich seine Feinde zusammenschlossen und ihn am 10. Thermidor hinrichteten.