Karl Marx: Leben, Philosophie und Kapitalismuskritik
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Karl Marx: Leben und Werdegang
Marx wurde in Deutschland in einer recht wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Er studierte Jura, wollte aber eigentlich Geschichte und Philosophie studieren. Da er keinen entsprechenden Beruf erlangen konnte, widmete er sich dem Journalismus und wurde Chefredakteur. Als er nach Paris migrierte, hatte er Kontakt mit französischen Sozialisten und der Arbeiterbewegung. Als er Engels traf, zeigte dieser ihm die große Bedeutung der Ökonomie auf. Im Jahr 1845 wurde er aus Frankreich ausgewiesen und ließ sich in Belgien nieder, wo er dem Bund der Kommunisten beitrat. Er starb 1883 an einer Krankheit und infolge übermäßiger Arbeit. Die Hauptquellen des Denkens von Marx sind die deutsche idealistische Philosophie, die englische politische Ökonomie und der französische utopische Sozialismus.
Die Philosophie von Karl Marx
Die Geschichte ist für Marx das Fortschreiten der Reifung und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Menschheit. Die Wirtschaft ist die menschliche Fähigkeit, Waren und Güter zu produzieren, auszutauschen und zu konsumieren. Die Schritte und wichtigen Momente, welche die Geschichte kennzeichnen, sind die Veränderungen in der Art der Produktion. So gibt es einige Epochen:
- Sklaverei
- Feudalismus
- Kapitalismus
Dem Kapitalismus soll das kommunistische System ein Ende bereiten. Das erste Anliegen von Marx ist es, zu entdecken, wie der Kapitalismus funktioniert, um ihn zu verändern. Seine Methodik besteht darin, die objektiven Gesetze für das Funktionieren des kapitalistischen Systems zu entdecken.
Gebrauchswert und Tauschwert
Marx entdeckte den Wert eines Produkts in seiner Produktion, die sich ständig transformiert. Normalerweise funktionieren die Dinge für den Gebrauch, das heißt, sie besitzen einen Gebrauchswert, um Grundbedürfnisse abzudecken. Produkte müssen jedoch auch gegen andere Produkte getauscht werden können; dies ist der Tauschwert, also der Wert für den Austausch gegen etwas anderes oder Geld. Das Problem des Kapitalismus ist, dass die Wirtschaft mehr an den Waren als an den Gütern interessiert ist. Wenn nur der Tauschwert zählt, hält das Gesetz nicht stand, wenn es um das Menschliche geht.
Die Bedeutung der menschlichen Arbeit
Marx glaubt, dass der wahre Wert eines Produkts die menschliche Arbeit ist. Der Arbeitsaufwand ist von anthropologischem Wert. Arbeit ist die transformative Aktion, die der Mensch auf die Natur ausübt, um Produkte für den Menschen zu schaffen. Dank dieser Aktion vermenschlicht der Mensch das Produkt und dient seinen Bedürfnissen. Eine der Kritiken von Marx ist, dass der Kapitalismus es nicht zulässt, in Ruhe zu essen oder zu schlafen; er lässt keine Zeit zum Ausruhen. Ausruhen bedeutet, sich Zeit zu nehmen, um mit anderen zu interagieren. Auf dem Arbeitsmarkt kann der Mitarbeiter nur seine Arbeitskraft verkaufen. Er hat zwar die freie Wahl der Mittel zur eigenen Produktion, bleibt aber an das Kapital gekettet und ist somit weiterhin ein Sklave. Der Mehrwert (Exzedent) ist der Wert, den die Mehrarbeit schafft.