Karl Marx und die Religion: Kritik und christliche Antwort
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Beitrag zur Religionsdebatte
Religion darf nicht zum "Opium des Bewusstseins" werden, um sich vor der Welt, ihren Herausforderungen und Problemen zur Ruhe zu setzen.
4) Die Religion als "Diener" des kapitalistischen Systems
Antwort: Das Christentum hat sowohl das kapitalistische System als auch die marxistische Kritik hinterfragt (man erinnere sich an die Schriften von Papst Pius XI. und Johannes Paul II.).
Wo das kapitalistische System "wilder" ist, ist die Religion oft stark (zum Beispiel in Europa). Wäre sie wirklich stärker, wenn sie rechts stünde?
Beitrag: Die Religion muss stets ihre kritische Haltung gegenüber dem kapitalistischen System bewahren und darf nichts akzeptieren, was menschenunwürdig ist (Armut, Ausbeutung der Dritten Welt, ...).
Das Denken von Karl Marx (1818–1883)
Seine Philosophie
- Atheistischer Humanismus: Der Mensch (der Proletarier) steht im Zentrum; Gott existiert nicht.
- Materialismus: Alles wird aus der Wirtschaft heraus erklärt.
- Antikapitalismus: Klassenkampf und gesellschaftliche Ausrichtung.
Kritik an der Religion und die religiöse Antwort
1) Religion als Erfindung des Bürgertums
Antwort: Marx verkennt, dass die christliche Religion auf einer historischen Person beruht: Jesus. Seine Lehre wurde daher nicht vom bürgerlich-kapitalistischen Menschen erfunden. Die christliche Religion kritisiert die kapitalistische Lebensweise in jenen Elementen, die dem Menschen schaden.
Beitrag: Es mahnt uns zur Vorsicht vor jenen, die Religion manipulieren (erfinden) und sich eine Religion oder einen Jesus nach ihrem Geschmack "bauen" wollen, der durch den Kapitalismus oder andere Interessen manipuliert wird.
2) Begünstigung von Klassenunterschieden
Antwort: Von Beginn ihrer Geschichte an förderte die Kirche die Gleichheit aller Menschen (Freilassung von Sklaven) und die Verbesserung der Lage benachteiligter Klassen (Einsatz für die Armen, Missionen, Solidaritätskampagnen, Menschenrechte ...).
Beitrag: Marx macht uns bewusst, dass Religion niemanden unterstützen darf, der Unrecht und die Unterdrückung von Menschen fördert oder eine Religion bzw. soziale Klasse über die andere stellt.
3) Religion als Entfremdung und Opium des Volkes
Antwort: Wahre Religion ist das, was den Menschen frei macht, sodass er fähig ist, seine Mission in der Welt zu erkennen und vor allem das wahre Glück zu suchen. Jesus lehrt uns, dass das Glück bereits hier auf der Erde beginnt und wir dafür kämpfen müssen, die Welt zu verändern ("Seligpreisungen").
Marx vergisst, dass innerhalb der Kirche zu allen Zeiten viele Menschen entstanden sind, die sich für den Aufbau einer besseren, gerechteren Welt und den Dienst an den Armen engagiert haben, um die Erde zu einem glücklicheren Ort zu machen (Mutter Teresa, Martin Luther King, Missionare, Heilige ...).