Katalanische Literatur: Manuel de Pedrolo & Benet i Jornet

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Manuel de Pedrolo: Ein Meister der katalanischen Literatur

Das Werk von Manuel de Pedrolo zählt zu den umfangreichsten und abwechslungsreichsten der zeitgenössischen katalanischen Literatur. Pedrolo hat nahezu alle literarischen Gattungen bedient und dabei eine Vielzahl von Themen und Erzählweisen erprobt.

Literarische Vielfalt und Innovation

Sein ambitioniertes Projekt zeigt den Willen, alle Genres innerhalb des Romans zu bespielen und technische Innovationen der Erzählkunst des 20. Jahrhunderts in die katalanische Literatur einzuführen. Er schrieb unter anderem:

  • Kriminalromane: z. B. Joc brut (Foulspiel)
  • Science-Fiction: z. B. Mecanoscrit del segon origen
  • Symbolische Romane: z. B. Totes les bèsties de càrrega
  • Realistische Werke: z. B. L'equilibri de la matinada

Das Theater des Absurden

Zwischen 1958 und 1963 verfasste Pedrolo 13 Theaterstücke, die sich mit dem Thema der Freiheit auseinandersetzen. Dabei nutzte er Techniken, die ihn mit dem Theater des Absurden verbinden. Er stellte existenzielle Fragen nach der Authentizität des Menschen und reflektierte über politische sowie soziale Unterdrückung. Um die Franco-Zensur zu umgehen, entzog er seine Stücke jeglicher geografischer oder historischer Verortung; seine Charaktere fungieren oft als Symbole für eine existenzialistische Haltung.


Josep Maria Benet i Jornet: Wegbereiter des modernen Dramas

Josep Maria Benet i Jornet ist der bedeutendste Vertreter seiner Generation von Dramatikern, die während der Franco-Zeit aufwuchsen. Zu seinen Zeitgenossen zählt unter anderem Rodolf Sirera.

Entwicklung und Stil

Seine frühen Werke, wie das preisgekrönte Una vella, coneguda olor (1963), basieren auf dem historischen Realismus, beeinflusst durch Autoren wie Bertolt Brecht, Buero Vallejo und Salvador Espriu. In den 1970er Jahren wandte er sich verstärkt der formalen Experimentierfreude zu (z. B. Berenàveu a les fosques).

Spätwerk und Medienpräsenz

Mit dem Werk Desig (1991) begann die letzte Phase seines Schaffens. Zusammen mit Fugaç bildet es einen Zyklus, der von Einflüssen wie Samuel Beckett, Harold Pinter und Thomas Bernhard geprägt ist. Neben seinem dramatischen Hauptwerk war Benet i Jornet äußerst produktiv in zwei weiteren Bereichen:

  • Kinder- und Jugendtheater: Werke wie Fantasia und SuperTot.
  • Fernsehen: Seit 1973 schrieb er zahlreiche Drehbücher für erfolgreiche Serien wie Poble Nou und Ventdelplà.

Eines seiner letzten und thematisch reichsten Werke ist das Stück Salamandra (2005).

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