Kinder-Einsteiger-Sets: Märchen, Gedichte und Erzählungen fördern

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Kinder-Einsteiger-Sets: Bedeutung und Einsatz der Kinderliteratur

Kinder-Einsteiger-Sets bringen Kinder spielerisch mit Buchstaben, Sprache und Literatur in Kontakt. Die Vermittlung kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Seit dem 20. Jahrhundert werden Märchen von Autoren wie Perrault oder den Brüdern Grimm gerne genutzt, um Kinder für Bücher zu begeistern.

Arten von Kinderliteratur

Man unterscheidet grundsätzlich drei Gattungen:

  1. Epische Werke (Erzählungen, Legenden, Fabeln ...)
  2. Lyrische Werke (Reime, Rätsel, Gedichte ...)
  3. Dramatische Werke (Theaterstücke und Spiele ...)

Funktionen der Kinderliteratur

Ein Abcdarium dient dem Erlernen des Alphabets: Zu jedem Buchstaben wird ein Gegenstand oder Tier abgebildet, dessen Name mit diesem Buchstaben beginnt. Weitere Funktionen sind:

  1. Ikonische Funktion: einfache Bilder mit didaktischem Hintergrund.
  2. Imaginäre Funktion: Förderung der Fantasie.
  3. Narrative Funktion: Vermittlung von Wissen über Umwelt und Sprache.

Grundlegende Ziele

  1. Freude am Spielen und an der kreativen Fantasie des Kindes fördern.
  2. Sprache als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel vermitteln.
  3. Das Kind an die Welt heranführen und Wissen über Kultur und Umwelt vermitteln.
  4. Ein Instrument zum Ausdruck der eigenen Gefühle bereitstellen.
  5. Durch Sprache Nachahmung und Wortschatz erweitern.
  6. Die Persönlichkeit des Kindes entwickeln.

Mündliche Überlieferung und Vorlesen

Lieder, Reime und Rätsel aus der mündlichen Tradition (Folklore) fördern die intellektuelle, sprachliche und affektive Entwicklung. Gedichte mit Rhythmus und einfachem Wortschatz eignen sich besonders gut, weil sie leicht zu behalten sind und das Sprachverständnis nicht überfordern. Ein Gedicht gewinnt durch lebendiges, betontes Vorlesen mit passender Mimik und Emotion an Wirkung.

Geschichtenerzählen mit Kindern

Geschichten sollten altersgerecht ausgewählt werden:

  • 1 bis 3 Jahre: Kurze Geschichten mit einfachen Bildern und Wiederholungen.
  • 3 bis 5 Jahre: Tiergeschichten und Fabeln, in denen Tiere wie Menschen handeln.
  • 5 bis 8 Jahre: Abenteuer, Märchen und Geschichten mit klarer Struktur und moralischen Fragen.

Geschichten fördern sprachliche, kognitive und soziale Entwicklung, unterstützen den Ausdruck von Gefühlen und bieten die Möglichkeit, Ängste zu verarbeiten. Sie stärken zudem die Beziehung zwischen Lehrkraft und Kind.

Methoden beim Erzählen und Vorlesen

  • Mit Mimik, Stimme, Tempo und Tonhöhe erzählen.
  • Onomatopoetische Wörter und Wiederholungen einbauen, damit Kinder mitsprechen.
  • Puppen oder Handpuppen zur Darstellung der Figuren verwenden.
  • Gemeinsam Fragen zur Geschichte stellen, Ausgänge erfinden und Bilder malen.
  • Geschichten dramatisieren, nachspielen und mit Liedern oder Bewegung verbinden.

Bibliothek und Leseförderung

Eine kindgerechte Bibliothek sollte gut zugänglich, hell und farbig gestaltet sein. Sie bietet Bilderbücher, Rätsel, Kinderreime, Märchen und Gedichte. Die Zusammenarbeit mit den Familien unterstützt den Umgang mit Büchern zu Hause.

Bettelheim betont, dass Literatur ein wichtiges Instrument ist, um dem Kind Zeit für neues Lernen zu geben, es zu ermutigen und seine Persönlichkeit auf kognitiver, sprachlicher, sozialer und emotionaler Ebene zu stärken.