Klassifikation und Merkmale der Wissenschaften
Eingeordnet in Lehre und Ausbildung
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,55 KB
Klassifikation der Wissenschaften
a. Sach- und Formalwissenschaften
- 1. Realwissenschaften (Fakten): Diese interpretieren Materialien als ideale Formen in Bezug auf Ereignisse und Erfahrungen. Sie erfordern Beobachtung und/oder Erprobung. Die Prüfung ist oft unvollständig oder vorübergehend. Beispiele: Chemie, Physik, Psychologie, Ökonomie und Soziologie.
- 2. Formalwissenschaften (Ideale): Diese behandeln ideale Verhältnisse, die im menschlichen Geist existieren und beweisbar sind. Es handelt sich um analytische Konzepte, bei denen Theoreme aus Postulaten abgeleitet werden. Beispiele: Logik und Mathematik.
b. Natur- und Sozialwissenschaften
- 1. Naturwissenschaften: Diese untersuchen die Phänomene der Natur oder der Umwelt. Beispiele: Chemie, Physik und Psychologie.
- 2. Sozialwissenschaften: Diese befassen sich mit dem erworbenen Wissen des Menschen, dessen Fähigkeiten je nach Kultur und sozialem Umfeld variieren. Sie hängen vom menschlichen Verhalten sowie von philosophischen Aspekten ab. Beispiele: Wirtschaft, Politik, Soziologie etc.
Merkmale der Wissenschaft
- Temporär: Die Wissenschaft ist niemals fertiggestellt; sie entwickelt sich konstant weiter und verändert ihre Analysen. Sie ist nicht dauerhaft oder endgültig.
- Offen: Wissenschaftliche Tätigkeiten und Wissenschaftler unterliegen keinen Dogmen oder Vorschriften, die fraglos angenommen werden müssen. Es besteht die Bereitschaft zur Veränderung sowie zur Akzeptanz von Verfahren und Ergebnissen, unabhängig von deren Herkunft.
- Systematisch: Das Wissen ist so zusammengesetzt, dass es aus strukturierten Beziehungen besteht, die eng miteinander verknüpft sind.
- Spezialisiert: Obwohl die Wissenschaft im allgemeinen Sinne universell ist, hat jede Disziplin ihren eigenen, besonderen Fachbereich.
- Akkumulativ: Die Wissenschaft nutzt alles Wissen, das zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten erreicht wurde. Es ist nicht notwendig, jede Komponente ständig neu zu erfinden.
- Methodisch: Wissenschaftliche Tätigkeit erfordert ein geordnetes Verfahren bei der Suche nach Erkenntnissen. Diese werden von Wissenschaftlern methodisch erworben.
- Explikativ: Sie bietet Erklärungen für jedes bereits untersuchte Phänomen. Die Gruppierung aller Erkenntnisse macht sie prädiktiv, das heißt, man kann vorhersagen, wie die Zukunft in bekannten Bereichen aussehen wird.
Die Forschung
Das lateinische Wort: Es bedeutet „Spur“ oder „im Auge behalten“. Seine Synonyme sind: erforschen, untersuchen, einen Umweg finden, aufspüren, Besorgungen machen, um eine Sache zu entdecken oder herauszufinden.
Arten der Forschung
- 1. Vulgär (Alltäglich): Durchgeführt von Menschen im eigenen Interesse; sie basiert auf der Intuition und ist nicht geplant.
- 2. Wissenschaftlich: Sie folgt einem entwickelten Verfahren mit Vorplanung und Standards, die dazu führen, das gesuchte Ziel zu erreichen.
Merkmale der wissenschaftlichen Forschung
- Geplant (systematisch)
- Verfügt über Datenerhebungsinstrumente
- Originalität
- Objektivität
- Erfordert Zeit
- Ziel sind numerische Maße
- Liefert überprüfbare Ergebnisse