Klassifizierung und Management von Abfallarten
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Medizinische Abfälle
Medizinische Abfälle umfassen jede Art von Material, das in Forschungseinrichtungen oder Institutionen der Gesundheitsversorgung erzeugt wird, sei es bei Pflegetätigkeiten oder der Vorbeugung. Das Material wird innerhalb des Zentrums (intracentro) durch Verbrennung entsorgt.
Klassifikation von medizinischen Abfällen
- Typ 1: Keine Notwendigkeit für spezifische Management-Anforderungen (z. B. Karton, Papier). Die Entsorgung erfolgt ähnlich wie bei konventionellen Abfällen durch Verbrennung, chemische Behandlung, Mikrowellen, Dampfsterilisation oder als Nassabfall.
- Typ 2: Notwendigkeit präventiver Maßnahmen bei Handhabung, Sammlung, Lagerung und Transport. Beispiele aus dem ärztlichen Bereich: Gips (Escallola), Gaze, Verbände...
- Typ 3: Ähnlich wie Typ 2, stellt jedoch eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die Arbeitssicherheit dar. Die Entsorgung erfolgt nach spezifischen Regeln.
- Typ 4: Besondere Anstrengungen sind aus Sicht der Hygiene und des Umweltschutzes notwendig.
Management medizinischer Abfälle
Die Klassifizierung sollte so vorgenommen werden, dass keine Vermischungen entstehen. Transport: Vom Erzeugungsort zum Lagerraum in kürzester Zeit (etwa 12 h). Die Behältnisse müssen starr sein und dürfen keine Ecken haben, um eine einfache Reinigung zu ermöglichen. Lagerung: In Einheiten mit Kühlsystemen; die Behandlungsdauer sollte eine Woche nicht überschreiten.
Klassifizierungssystem für radioaktive Abfälle
Niedrige und mittlere Aktivität: Sie emittieren über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren geringe Mengen an Strahlung. Hochradioaktiv: Sehr aktiv.
Landwirtschaftliche Abfälle
Abfälle aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten (z. B. OMW und Alperujos) sowie tierische Abfälle (Gülle und Hühnermist).
Zusammensetzung landwirtschaftlicher Reststoffe
Diese enthalten viel organische Substanz, die von Pflanzen aufgenommen werden kann. Heutzutage enthalten sie jedoch auch andere Chemikalien aus der Tiernahrung.
Umgang mit landwirtschaftlichen Abfällen
Ziele sind die Minimierung der Abfallerzeugung sowie die Verringerung von Umweltauswirkungen und Gesundheitsrisiken. Die Nutzung von Abfällen als Dünger und Bodenverbesserer sowie die energetische Verwertung auf dem Bauernhof machen sie zu einem nachwachsenden Rohstoff.
Industrieabwasser
Industrieabwässer stammen aus industriellen Aktivitäten und müssen grundsätzlich entsorgt werden. Es ist oft nicht möglich, diese vom produktiven Erzeugungsprozess der Produkte zu trennen. Es gibt zwei Typen:
- Abfälle, die gefährlich sind und eine spezifische Behandlung erfordern (z. B. aufgrund ihrer Zusammensetzung oder Oxidation).
- Abfälle aus industriellen Tätigkeiten, die festen Siedlungsabfällen ähneln und als solche behandelt werden können.
Radioaktive Abfälle
Dabei handelt es sich um Produkte, die nicht mehr für den Gebrauch bestimmt sind und radioaktive Isotope enthalten oder damit kontaminiert sind, in Konzentrationen oder Aktivitäten, die über den von der zuständigen Behörde festgelegten Grenzwerten liegen.
Charakteristika radioaktiver Abfälle
Es gibt zwei Hauptmerkmale: Große Gefahr: Bereits sehr kleine Mengen können gefährliche Strahlung verursachen, die ein hohes Risiko für den Menschen darstellt. Langlebigkeit: Die Strahlung kann über Tausende oder Zehntausende von Jahren anhalten.