Kommerzielle Lebensfähigkeit und Marktstudie

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Kommerzielle Lebensfähigkeit

Die Marktstudie

Um bei der Gründung eines Unternehmens gute Ergebnisse zu erzielen, reicht eine bloße Geschäftsidee nicht aus; es muss eine Marktstudie oder Marktforschung durchgeführt werden. Eine Marktstudie dient der Erhebung, Verarbeitung und Analyse von Informationen über das Branchenumfeld, den Stand des Wettbewerbs und die Merkmale potenzieller Konsumenten. Diese Vorabinformationen sind notwendig für eine ordnungsgemäße Planung von Maßnahmen im Rahmen des Unternehmens und ermöglichen Managemententscheidungen mit größeren Erfolgschancen.

Phasen einer Marktstudie

Die Studie folgt einem sequenziellen Prozess zur Erarbeitung eines Marktes, der aus folgenden Phasen besteht:

  1. Definition der Zielsetzung der Forschung
  2. Design des Forschungsmodells
  3. Datenerhebung
  4. Klassifizierung und Strukturierung der gesammelten Daten
  5. Analyse und Interpretation der Daten
  6. Bericht über die Ergebnisse

Techniken der Datenerhebung

Zur Gewinnung dieser Daten ist die Datenerfassung notwendig, wofür verschiedene Techniken eingesetzt werden. Die verwendeten Techniken zur Datenerhebung in einer Marktstudie sind:

  1. Umfrage (Survey): Hierbei wird eine Person oder eine Gruppe von potenziellen Konsumenten gebeten, einen Fragebogen zu beantworten. Wenn die Anzahl der Personen sehr groß ist, wird eine repräsentative Stichprobe ausgewählt, aus der Rückschlüsse für die gesamte Bevölkerung gezogen werden. Umfragen können durch persönliche Interviews, per Post oder Telefon durchgeführt werden.
  2. Die Beobachtung: Hierbei wird das Verhalten potenzieller Konsumenten beobachtet, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Es ist wichtig, dass die beobachteten Personen sich dessen nicht bewusst sind, damit sie frei agieren können. Die Beobachtung kann entweder direkt oder über Medien erfolgen.
  3. Experiment: Diese Technik wird eingesetzt, um Ursachen des Konsumentenverhaltens in einer Studie ihrer Reaktionen zu ermitteln. Tests können durchgeführt werden, um beispielsweise die Verpackung, das Format, den Geschmack der Produkte oder den Namen zu bestimmen.

SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) dient dazu, aus einer internen Perspektive die Stärken und Schwächen eines Unternehmens zu charakterisieren sowie externe Bedrohungen und Chancen im Kontext der Unternehmensentwicklung zu identifizieren. Diese Art der Analyse wird häufig bei Business-Projekten verwendet. So lässt sich beurteilen, inwieweit eine Geschäftsidee Erfolgsaussichten hat, ungenutzte Geschäftsmöglichkeiten entdeckt werden können oder die Fähigkeit zur Innovation und Differenzierung gegenüber anderen besteht.

Die Untersuchung des Wettbewerbs

Um die Marktposition zu bestimmen, muss das Unternehmen alle Merkmale des Wettbewerbs analysieren (diejenigen, die auf demselben Markt das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung herstellen oder verkaufen). Zur Untersuchung des Wettbewerbs sollten folgende Schritte befolgt werden:

  1. Lage der Wettbewerber.
  2. Recherche notwendiger Informationen: Marktanteil, Preise, Lieferanten, Produktpräsentation, Standort der Einrichtung, Technologieeinsatz, Werbemethoden usw.
  3. Vergleich der Situation des Wettbewerbs mit der eigenen Firma.

Aus dem Vergleich mit dem Wettbewerb können die Stärken und Schwächen der Firma ermittelt werden, d. h. die Faktoren, in denen ein Vor- oder Nachteil gegenüber Konkurrenten besteht.

Die Segmentierung der Märkte

Die Merkmale des Produkts sowie die Art und Weise, wie es vermarktet und an den Verbraucher herangetragen wird, hängen vom jeweiligen Kundentyp ab. Wenn ein Unternehmen gezielt auf die Bedürfnisse eines bestimmten Kundentyps reagiert, ist es wahrscheinlicher, am Markt zu überleben und einen größeren Marktanteil zu gewinnen. Die Einteilung der Kunden in homogene Gruppen wird als Marktsegmentierung bezeichnet.

Kriterien der Marktsegmentierung:

  • a) Segmentierung nach Geschlecht
  • b) Segmentierung nach Alter
  • c) Segmentierung nach Einkommenshöhe
  • d) Segmentierung nach Familientyp
  • e) Segmentierung nach Bildungsniveau
  • f) Segmentierung nach Wohnort
  • g) Markentreue zum Produkt
  • h) Segmentierung nach Kaufhäufigkeit

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