Kommunikation und Distanzzonen in der Pflege

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Distanzzonen in der Patientenkommunikation

Öffentliche Distanz: Diese entsteht zum Beispiel, wenn Patienten an der Tür begrüßt werden oder sich alle Personen in einem Raum befinden.

Persönliche Distanz: Dieser effektive Abstand wird oft am Patientenbett gewahrt. In diesem Bereich können persönliche oder private Probleme ruhig besprochen werden, wobei auch körperliche Berührungen möglich sind.

Intime Distanz: Diese Distanz wird mit Vorsicht für die direkte Pflege (Waschen, Umziehen etc.) genutzt.

Aspekte der Parasprache

Parasprache beinhaltet:

  • Den Tonfall in der gesprochenen Sprache
  • Die Sprechgeschwindigkeit
  • Geräusche und Unterbrechungen, die emotionale Zustände widerspiegeln (Seufzen, tiefes Atmen, Lachen, Tränen, plötzliche Laute)
  • Schweigen

Eigenschaften des Personals im Gesundheitswesen

Wesentliche Eigenschaften, die das Personal im Gesundheitswesen entwickeln muss, um die Kommunikation mit den Anwendern zu verbessern:

  • Die Entwicklung sozialer Kompetenzen durch das Praktizieren eines selbstbewussten Kommunikationsstils
  • Einfühlsam sein (Empathie entwickeln)
  • Einen Sinn für Humor entwickeln

Entwicklung sozialer Kompetenzen

Die Entwicklung sozialer Kompetenzen durch das Praktizieren eines selbstbewussten Kommunikationsstils:

  • Häufiger danken
  • Lernen zu loben
  • Lernen, um Zusammenarbeit oder einen Gefallen zu bitten
  • Lernen, Nein zu sagen
  • Zuhören
  • Sich entschuldigen lernen
  • Zustimmen lernen
  • Besser auf Misserfolge reagieren

Selbstsicherheit bedeutet, das auszudrücken, was man wirklich fühlt, was fair erscheint und was man empfindet, ohne andere zu verletzen.

Verschiedene Kommunikationsstile

Devoter oder gehemmter Stil: Die Person drückt ihre wahren Gefühle und Meinungen nicht aus und akzeptiert schnell die Kriterien, Argumente und Entscheidungen anderer aus Angst vor Konfrontation oder um andere Menschen nicht zu verletzen. Dieser Stil ist gekennzeichnet durch: gesenkten Blick, leise Lautstärke, Zögern, langsames Sprechen, Mangel an Gesten und eine in sich zusammengesunkene Körperhaltung.

Aggressiver Stil: Die Person achtet nicht auf die Gefühle und Meinungen anderer. Dies äußert sich teils durch Einschüchterung und Mobbing, um zu versuchen, dass die andere Person sich schuldig fühlt. Dieser Stil ist gekennzeichnet durch: einen intensiven, zu starren Blick, eine zu hohe Lautstärke der Stimme, eine einschüchternde Körperhaltung und Drohgebärden.

Assertiver Stil: Die Person verteidigt die eigenen Rechte und Meinungen, während sie die der anderen respektiert. Gedanken und Gefühle werden klar zum Ausdruck gebracht. Es wird um Klärung gebeten, wenn etwas nicht verstanden wurde. Man sagt Nein, wenn es angebracht ist. Der selbstbewusste Stil ist gekennzeichnet durch: angemessenen Blickkontakt, eine ausreichende Lautstärke, um gehört zu werden, eine aufrechte Körperhaltung und lockere Handgesten.

Empathie und therapeutische Kommunikation

Empathie: Wenn wir wirklich in der Lage sind, uns in die Lage des anderen zu versetzen.

Das therapeutische Unterstützungsverhältnis

Diese Kommunikation wird bei Problemen mit der Absicht eingeleitet, den Patienten (oder ihren Verwandten und Freunden) zu helfen, Lösungen zu finden. Im therapeutischen Verhältnis oder bei der Kommunikationshilfe müssen folgende Punkte gestärkt werden:

1. Informelle Unterstützung:

  • Sie entsteht spontan, d. h. nach den aktuellen Bedürfnissen.
  • Diese Hilfe ist zeitgerecht und zeitlich befristet.
  • Es ist essenziell, den Patienten zu beruhigen, ihn reden zu lassen und ihm das Gefühl zu geben, verstanden zu werden.

2. Formale Unterstützung:

  • Diese wird vom Team im Voraus geplant, basierend auf Beobachtungen und Gesprächen mit den Patienten und/oder der Familie.
  • Diese Art der Beziehung ist nicht einfach und wird nicht durch eine einmalige Intervention erreicht; sie wächst allmählich.

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