Kommunikationsinstrumente im Marketing: Ein Leitfaden

Eingeordnet in Wirtschaft

Geschrieben am in mit einer Größe von 4,86 KB

1. Klassische Medien

Interaktion zwischen Unternehmen und Nutzern.

  • Printmedien:
    • Zeitungen: Unterteilt in Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen sowie regionale oder überregionale Ausgaben. Fokus auf informatives Tages- und Weltgeschehen.
    • Publikumszeitschriften: Periodisch erscheinende Medien (wöchentlich, 14-tägig, monatlich) zur Unterhaltung und Information.
    • Fachzeitschriften: Fokus auf spezifische Themengebiete für eine eng abgegrenzte Leserschaft.

2. Out-of-Home-Media

Werbung im öffentlichen Raum:

  • Plakatwerbung: Hohe Qualität ermöglicht schnellen Reichweitenaufbau und Kaufimpulse in der Nähe von Einkaufsstätten.
  • Hinweismedien: Auslösen von Reaktionen auf alltäglichen Wegen durch vertraute Gegenstände.
  • Transportmedien: Werbung in Bussen, Bahnen, LKWs und Taxen.
  • Ambient-Medien: Ansprache der Konsumenten in ihrer Lebensumwelt, wo sie nicht mit Werbung rechnen.
  • Digital Out-of-Home: Dynamische Botschaften, z. B. durch Videos.

3. Online-Kommunikation

Interaktion zwischen Unternehmen und Stakeholdern via Internet (E-Mail, Apps, E-Commerce, Newsletter).

Die 8 C’s einer erfolgreichen Webseite:

  • Context: Layout und Design.
  • Content: Texte, Bilder, Sound.
  • Community: Kontaktmöglichkeiten.
  • Customization: Anpassung an Nutzerbedürfnisse.
  • Communication: Bereitstellung relevanter Informationen.
  • Connection: Vernetzung mit anderen Websites.
  • Commerce: Transaktionsmöglichkeiten.
  • Change: Konstante Aktualisierung.

4. Social Media Kommunikation

Interaktion aller Beteiligten untereinander:

  • Virales Marketing (Word of Mouth): Vorteile sind hohe Reichweite und geringe Kosten; Nachteile sind die geringe Planbarkeit.
  • Influencer Marketing: Gezielter Einsatz von Meinungsführern für authentische Botschaften und Nischengruppenansprache.

5. Mobile Kommunikation

Kommunikationsaktivitäten über mobile Endgeräte (SMS, QR-Codes, Bluetooth, Apps) zur Erreichung von Marketingzielen.

6. Public Relations (PR)

Aufbau von Vertrauen durch Kommunikation mit Anspruchsgruppen ohne direkte Bezahlung.

Funktionen der PR:

  • Information: Mitarbeiter und Öffentlichkeit informieren.
  • Kontakt: Aufbau und Pflege von Verbindungen.
  • Image: Aufbau und Pflege des Unternehmensimages.
  • Absatzförderung: Vertrauen wirkt verkaufsfördernd.
  • Soziale Verantwortung: Aufzeigen gesellschaftlicher Leistungen.
  • Balance: Anreiz-Beitrags-Gleichgewicht.
  • Stabilisierung: Erhöhung der Krisenfestigkeit.

7. Direktkommunikation

Personalisierte Interaktion zur langfristigen Kundenbindung und Maximierung des Kundenwerts.

  • Persönlicher Verkauf: Dialog durch geschultes Personal.
  • Direct-Mail-Marketing: Versand von Werbematerialien.
  • Katalogmarketing: Angebot spezifischer Produktpaletten.
  • Telefonmarketing: Serviceorientierte Ansprache.
  • Weitere Formen: Direct-Response-Television, Kioskmarketing, digitales Direktmarketing.

8. Verkaufsförderung

Zeitlich befristete Maßnahmen mit Aktionscharakter zur kurzfristigen Steigerung von Kommunikations- und Vertriebszielen.

Zielerreichung der Instrumente

  • Bekanntheit: Gut: Klassisch, Out-of-Home; Mittel: Mobile, PR; Schlecht: Online, Direktkommunikation.
  • Einstellung: Gut: Klassisch, Online, PR; Mittel: Mobile; Schlecht: Out-of-Home, Direktkommunikation.
  • Differenzierung: Gut: Klassisch; Mittel: Online, Mobile, PR; Schlecht: Out-of-Home, Direktkommunikation.
  • Kaufabsicht: Gut: Mobile, Direktkommunikation; Mittel: Klassisch, Out-of-Home; Schlecht: Online, PR.
  • Wiederkaufsabsicht: Gut: Direktkommunikation; Mittel: Klassisch, Online, Mobile; Schlecht: Out-of-Home, PR.
  • Information: Gut: Mobile, Direktkommunikation; Mittel: Online, PR; Schlecht: Klassisch, Out-of-Home.
  • Emotion: Gut: Klassisch, Online; Mittel: Out-of-Home, PR; Schlecht: Mobile, Direktkommunikation.
  • Aktualität: Gut: Klassisch, Out-of-Home, Online; Mittel: Mobile, Direktkommunikation; Schlecht: PR.

Verwandte Einträge: