Kommunikationsstrategien und Sprachstörungen

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Strategien der böswilligen Kommunikation

Die böswillige Kommunikation zielt in all ihren Strategien darauf ab, das Bild des anderen zu schwächen. Die wichtigsten Strategien sind:

  • 1) Direkte Kommunikation verweigern: Die Person praktiziert keine direkte Kommunikation. Sie vermittelt ein Bild von Größe und Weisheit, während dem Opfer das Recht verweigert wird, gehört zu werden. Wer den Dialog verweigert, signalisiert, dass der andere nicht existiert oder nicht von Interesse ist.
  • 2) Verfälschung der Sprache: Der Manipulator nimmt eine kalte, monotone Stimme an, die Angst auslöst. Die Worte sind von Spott und Verachtung geprägt, ohne emotionale Wärme.
  • 3) Verwendung von Sarkasmus und Verachtung: Hohn und Spott dominieren die Beziehungen. Dies dient der Destabilisierung durch:
    • a) Lustig machen über Glauben, politische Ideen oder den Geschmack des anderen.
    • b) Spott in der Öffentlichkeit.
    • c) Beleidigungen und das Verbot, sich zu äußern.
    • d) Geplänkel mit schwachen Punkten.
    • e) Infragestellung der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit.
  • 4) Lügen: Der Manipulator nutzt Hinweise und Schweigen, um Missverständnisse zu erzeugen, die er zu seinem Vorteil ausnutzt.
  • 5) Paradoxe Kommunikation: Durch paradoxe Botschaften wird das Gegenüber verwirrt, um Zweifel an den eigenen Gedanken und Gefühlen zu säen.
  • 6) Abwertung: Dem Opfer werden alle Qualitäten abgesprochen, bis es sich selbst als wertlos betrachtet.
  • 7) Teile und herrsche: Die Zerstörung eines Menschen vor den Augen eines anderen dient der persönlichen Machtdemonstration.
  • 8) Autorität erzwingen: Die Rede dient der Etablierung eines totalitären Systems, das auf Angst und blindem Gehorsam basiert, um kritischen Geist und Unterschiede zu vernichten.

Sprachstörungen

Sprachstörungen bestehen aus einer beeinträchtigten Entwicklung oder einem Rückgang des Verständnisses und der Verwendung gesprochener oder geschriebener Symbole. Sie betreffen Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik. Wir klassifizieren sie nach ihrer Genese:

1) Nervensystem

  • a) Aphasie: Unfähigkeit, Sprache aufgrund einer lokalisierten Hirnläsion zu verwenden. Man unterscheidet motorische Aphasie (Unfähigkeit zu sprechen, obwohl das Verständnis vorhanden ist) und sensorische Aphasie (Unfähigkeit, die Bedeutung von Wörtern oder Objekten zu verstehen).
  • b) Alexie: Der Patient kann lesen, versteht aber die Bedeutung der Wörter nicht.
  • c) Dysarthrie: Schwierigkeiten beim Sprechen aufgrund einer Störung der Muskelspannung und -bewegung bei der Artikulation.

2) Funktionale Beeinträchtigung

  • a) Dyslexie: Gekennzeichnet durch die Verwechslung von Konsonanten sowie Inversionen von Silben und Wörtern, wodurch die Bedeutung nicht erkannt wird.
  • b) Dyslalie: Fehlerhafte Artikulation von Phonemen, Silben oder Wörtern.
  • c) Stottern: Beeinträchtigung des Redeflusses und Rhythmus durch Blockaden oder Wiederholungen von Silben, oft verstärkt durch Angst.

3) Autismus

Autismus ist eine Störung mit verminderten kognitiven, sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Merkmale sind Stille, fehlender Wortschatz, mangelnde Koordination zwischen Gesten und Sprache sowie Echolalie.

Soziale Isolation

Kinder, die unter extremen Bedingungen sozialer und emotionaler Isolation aufwachsen, zeigen eine schwerwiegende Verzögerung in der Sprachentwicklung, die umso gravierender ist, je früher die Isolation begann.

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